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FMS: Storage-Beschleuniger im SSD-Gehäuse

Für manche Storage-Aufgabe sind sogar wirklich schnelle CPUs zu schwach. Die Computional Storage Processors von Eideticom sollen helfen.

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Bei sehr vielen Zugriffen auf zufällige Adressen sind CPUs stark ausgelastet. Wenn dann noch Kompression oder Sicherheitsfunktionen dazu kommen, dann sind manche CPUs sogar überlastet oder zumindest am Limit. Das kanadische Unternehmen Eideticom hat Storage-Prozessoren entwickelt und auf dem Flash Memory Summit (FMS) im kalifornischen Santa Clara vorgestellt, die der CPU bei diesen Aufgaben helfen. Die NoLoad genannten Storage-Prozessoren werden wie SSDs in das Rack gesteckt und über NVMe-Funktionen angesprochen.

Eideticom nutzt dafür einen FPGA, der auf NVMe-Befehle hört. Dieser steckt in einem SSD-Gehäuse (U.2 oder EDSFF) oder einer Steckkarte und gibt sich gegenüber dem Storage-System als NVMe-SSD aus. Damit kann das NoLoad-System etwa Daten von der CPU entgegennehmen und diese komprimiert auf andere SSDs im Rack speichern. Dazu benötige der Storage-Prozessor nur rund 5 Prozent der Rechenzeit, die die CPU dafür aufbringen müsste, sagte ein Mitarbeiter am Eideticom-Stand. Direkte Befehle nimmt der Storage-Prozessor auch entgegen, dazu stellt das Unternehmen eine API für eigene Programme zur Verfügung. Das klappt auch im Netz, meinte der Eideticom-Mitarbeiter, NVMeof sei auch möglich.

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Preise wollte er nicht nennen. Er sagte jedoch, dass sich die Kosten bei hoch belasteten Systemen schnell wieder einspielen würden, da man sonst noch CPU-Leistung dazukaufen müsste – und langsamer sei diese dann immer noch.

Computional Storage ist eins der häufig genannten Schlagwörter auf diesem Flash Memory Summit. Dabei handelt es sich um den Versuch, Daten nicht permanent zwischen CPU und Storage-System hin und her zu schieben, sondern die Daten gleich auf dem Storage-System zu bearbeiten.

Ein Computional-Storage-System kann dabei eigenen Speicher enthalten, aber auch Speicher im Rack nutzen. (ll)