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FSF Europe fordert freie Software für den Bundestag

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Die Free Software Foundation Europe (FSFE) schlägt ein neues Kapitel in der Diskussion um den Linux-Einsatz im Bundestag auf. Nachdem zunächst aus Reihen der Abgeordneten die Forderung nach einer weniger emotionalen Diskussion und einer stärkeren Berücksichtigung von funktionellen Anforderungen und Sicherheits-Aspekten aufgekommen war, hatte der Linux-Verband auf wirtschaftspolitische Gesichtspunkte hingewiesen und eine faire Chance für freie Software gefordert.

Die FSFE, europäischer Ableger der Free Software Foundation, betont nun in einem offenen Brief einen anderen Aspekt der Entscheidung pro oder contra Linux: Die zunehmende Bedeutung der Informationstechnik, so FSFE-Päsident Georg Greve, mache den freien Zugang zu Software zum Garanten der Grundrechte auf Meinungs- und Informationsfreiheit. Das System proprietärer Software hingegen sei generell auf die Erzeugung von Monopolen angelegt, in der Endverbraucher, Wirtschaft und Politik von den Interessen eines einzelnen Unternehmens abhängig sind. Freie Software hingegen gewähre "Kommunikations-, Wettbewerbs- und Monopolfreiheit" und sichere "die Unabhängigkeit der Politik". Daher sollte "in allen funktionskritischen Bereichen ausschließlich freie Software eingesetzt werden." (odi)