Menü

FSF-Initiative zur Kennzeichnung von freiem JavaScript-Code

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 8 Beiträge
Von

Mit einer neuen Lizenzkennzeichnung im Internet will die Free Software Foundation für mehr Klarheit sorgen. Ziel ist es, dass künftig sämtlicher JavaScript-Code, den Websites einbinden, mit den nun vorgestellten JavaScript License Web Labels eindeutig als Open-Source-Code oder proprietärer Code nebst den geltenden Lizenzen gekennzeichnet wird und vom Browser gegebenenfalls blockiert werden kann.

Hintergrund der Initiative: Anwender, die sich bewusst gegen proprietäre Software entschieden hätten, würden in der Praxis ständig mit proprietärem JavaScript-Code oder Skripten mit unklarer Lizenzlage konfrontiert, die sie im Rahmen eines Website-Besuchs herunterladen und auf ihrem Rechner ausführen müssten. Zwar sei es über JavaScript-Blocker möglich, die Ausführung von JavaScript-Code generell zu verbieten – dann würde man jedoch das Kind mit dem Bade ausschütten, was wenig hilfreich sei.

Daher sollen Webmaster künftig über spezielle Tags Auskunft darüber geben, unter welcher Lizenz der Skript-Code veröffentlicht ist. Zudem sollen sie mitteilen, wo man die Quellen des Skripts herunterladen kann – was in der Praxis kaum erforderlich sein dürfte, schließlich handelt es sich bei JavaScript-Code stets um den Quellcode. Selbst an die Betreiber großer Websites hat die FSF gedacht, so soll der Lizenztext wahlweise im Code selbst aufgeführt oder in einer separaten Datei zum Download angeboten werden dürfen, um nicht unnötig den Traffic durch die Einbindung längerer Lizenztexte zu erhöhen.

Im Browser soll dann ein Addon wie LibreJS dafür sorgen, dass der Open-Source-Anwender künftig auch nur noch Open-Source-JavaScript-Code nutzt – proprietäre Skripte oder solche mit unklarem Lizenzstatus hingegen würden automatisch blockiert, sodass der Anwender die Gewähr hat, ausschließlich mit Open-Source-Software zu arbeiten. (mid)