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FTTH: Handelsplattform für Glasfaseranschlüsse soll Ausbau voranbringen

Der Bundesverband Breitbandkommunikation (Breko) will eine Handelsplattform aufsetzen, die Anbietern "einen unkomplizierten Zugang zu Glasfasernetzen in ganz Deutschland" ermöglichen soll.

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Breitbandversorgung

(Bild: dpa, Peter Kneffel)

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Mit einer offenen Handelsplattform für Glasfaseranschlüsse will der Bundesverband Breitbandkommunikation den Ausbau von Glasfasernetzen in Deutschland voranbringen. "Der Ausbau von Gigabit-Netzen wird hierzulande in hohem Maße von City- und Regionalcarriern sowie Stadtwerken vorangetrieben", sagte Breko-Geschäftsführer Stephan Albers am Dienstag zur Eröffnung der Breko-Glasfasermesse in Frankfurt. "Lokale und regionale Netzbetreiber können ihre Netze über unsere Plattform nun auch großen, überregionalen Nachfragern anbieten."

Nach Ansicht des Breko und seiner Mitglieder ist der flächendeckende Ausbau mit FTTC/FTTH-Anschlüssen nicht von wenigen Unternehmen alleine zu stemmen. Damit sich die Investitionen in den teuren Ausbau auch für kleinere Unternehmen lohnen, will der Verband mit der offenen Handelsplattform zu einer bessereren Auslastung beitragen. Auf der Plattform können alle Marktteilnehmer Glasfaseranschlüsse anbieten oder einkaufen, um sie dann unter eigener Flagge zu vermarkten.

Die Handelsplattform wird von den Dienstleistern 1&1 Versatel und vitroconnect technisch realisiert und von der verbandseigenen Einkaufsgemeinschaft Breko EG betrieben. Die internetbasierte Plattform ermögliche über standardisierte Prozesse und Schnittstellen einen unkomplizierten Zugang zu Glasfasernetzen in ganz Deutschland, heißt es beim Verband weiter. Auf der Glasfasermesse in Frankfurt haben die Beteiligten die ersten Vorverträge unterzeichnet, an den Start gehen soll die Plattform dann im Juli.

Das für den Netzausbau zuständige Bundesministerium für Verkehr und Digitale Infrastruktur begrüßte die Initiative. "Das Plattformmodell führt Angebot und Nachfrage beim Glasfaserausbau zusammen", sagte die Parlamentarische Staatssekretärin Dorothee Bär zur Eröffnung der Glasfasermesse in Frankfurt. "Es leistet damit einen wichtigen Beitrag, um den Netzausbau gezielt voranzutreiben und Deutschland fit zu machen für die Gigabit-Gesellschaft."

Laut Breko gilt das Angebot ausdrücklich "auch für bundesweit operierende Internetanbieter" – das dürfte die Telekom einschließen. Nach dem erbitterten Streit um Vectoring, der für die Telekom-Wettbewerber mit einer Niederlage vor Gericht endete, sucht die Branche nun die Zusammenarbeit. Dabei zeigt sich auch die Telekom offen für Kooperationen. (vbr)

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