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Facebook-Aktie bricht wieder ein

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Die Facebook-Aktie hat einen der schlechtesten Tage seit dem Börsengang im Mai hinter sich: Am Montag verlor das Papier bis zum Handelsschluss in New York fast 8 Prozent auf 28,36 US-Dollar. Sie war am Morgen bei 30,50 Dollar gestartet. Über die Gründe des Einbruchs herrschte Rätselraten.

Die Verkaufswelle könnte damit zusammenhängen, dass Facebook am 26. Juli seine Geschäftszahlen für das zweite Quartal vorlegt. Zuletzt waren immer wieder Befürchtungen aufgekommen, dass sich das Wachstum des Sozialen Netzwerks deutlich verlangsamen könnte.

Analysten gehen von 11 Cent Gewinn je Aktie aus. Die Schätzung hatte in den vergangenen vier Wochen um 11 Prozent nachgelassen. Die Analysten erhoffen sich erste Aufschlüsse für einen allgemeinen Trend durch die Yahoo-Zahlen für das vergangene Quartal, die am Mittwoch vorliegen sollen, berichtet die Finanznachrichtenagentur Bloomberg.

Problem ist dabei weniger die Nutzerzahl, die bei rund 900 Millionen liegt, sondern vielmehr die überlebenswichtigen Werbeeinnahmen. Diese sind die Haupteinnahmequelle des von Mark Zuckerberg gegründeten Unternehmens. Viele Nutzer halten mittlerweile über die Smartphone-App von Facebook den Kontakt zu ihren Freunden. Dort wird aber kaum Werbung gezeigt. Die Facebook-Strategen arbeiten daran, eine Lösung für dieses Dilemma zu finden. Auch holt sich das Unternehmen durch Übernahmen Experten für mobile Software ins Haus.

Facebook ist nach dem verpatzten Börsengang allerdings ohnehin in Ungnade gefallen bei den Anlegern: Die Aktie war zu 38 Dollar verkauft worden und fiel schon am zweiten Handelstag wie ein Stein. Zwischenzeitlich kostete sie nur noch 25,52 Dollar, war dann aber wieder über die 30-Dollar-Marke geklettert. (mit Material der dpa) / (anw)