Menü
Update

Facebook: "Fake-News" werden zukünftig kleiner dargestellt

Facebook will künftig sogenannte Fake-News kleiner darstellen, damit sie beim Durchscrollen leichter übersehen werden. Der ursprünglich eingesetzte Warnhinweis führte zum gegenteiligen Effekt: Entsprechende Einträge wurden häufig geteilt.

vorlesen Drucken Kommentare lesen 76 Beiträge
Facebook

Facebook will mit Hilfe von maschinellem Lernen gegen Fake News vorgehen.

(Bild: dpa, Tobias Hase/Symbolbild)

Nachdem Facebook im Dezember 2016 die Kennzeichnung von sogenannten Fake-News angekündigt hatte, wurden diese seit Anfang 2017 nach einer Überprüfung mit einem roten Warnhinweis versehen. Wie sich dann aber herausgestellt hat, werden diese Nachrichten von den Nutzern häufig geteilt, berichtet TechCrunch unter Berufung auf eine Präsentation von Facebook. Deshalb sollen Fake-News künftig nun in verkleinerter Form dargestellt werden und nicht mehr wie Nachrichtenartikel hervorgehoben werden, damit sie beim Durchscrollen weniger Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Ein Facebook-Sprecher bestätigte demnach: "Wir reduzieren die Sichtbarkeit von Beiträgen, die nachweislich falsch sind."

Auf dem "Fighting Abuse @Scale" Event in San Francisco beschrieb das Unternehmen eine zweite Methode, um gegen die Verbreitung von Falschinformationen vorzugehen, schreibt das US-Portal weiter. Veröffentlichte Artikel sollen jetzt mit maschinellem Lernen auf Anzeichen von Unwahrheiten hin analysiert werden. Mit einer Kombination aus Nutzermeldungen und Maschinellem Lernen sollen Artikel bei entsprechenden Anzeichen zu einem Fakten-Check vorgelegt werden. "Maschinelles Lernen wird zur Unterstützung eingesetzt, um bei der Vielzahl neuer Einträgen eine Auswahl an möglichen Falschmeldungen zu treffen und diese im Fakten-Check zu überprüfen", erklärte ein Facebook-Sprecher.

Das soziale Netzwerk arbeitet aktuell mit 20 Partnern aus verschiedenen Ländern zusammen, um Falschmeldungen aufzudecken. Facebook behauptet mit allen eingesetzten Möglichkeiten die Verbreitung von vorgeblichen aber falschen Nachrichten um 80 Prozent reduzieren zu können. Um das Ziel zu erreichen und die Probleme zu lösen, will das Unternehmen ausreichend Ingenieure und Moderatoren einstellen.

UPDATE: Die Jahreszahl im ersten Satz wurde von 2106 auf 2016 korrigiert. (bme)