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Facebook-Gründer räumt Fehler ein und entschuldigt sich

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Der Gründer des US-amerikanischen Online-Sozialnetzes Facebook, Mark Zuckerberg, hat Fehler im Zusammenhang mit dem Werbeanzeige-System "Beacon" eingeräumt. In seinem nur für Facebook-Mitglieder nachlesbaren Weblog schreibt er, "wir haben bei der Entwicklung dieser Funktion eine Menge Fehler gemacht, doch noch mehr dabei, wie wir damit umgegangen sind. Wir haben beim Start schlechte Arbeit abgeliefert, dafür entschuldige ich mich". Offenbar versucht Zuckerberg den Vertrauensschaden bei Facebook-Nutzern zu begrenzen, der bei ihnen durch Datenschutzbedenken entstanden ist. Zudem haben auch Werbepartner wie Coca-Cola Bedenken geäußert.

Facebook-Nutzer können sich nun komplett aus "Beacon" ausklinken.

Seit November werden auf Facebook "Beacon"-Anzeigen auf den Nachrichtenpinbrettern geschaltet, auf denen Mitglieder über Neuigkeiten aus ihrem Freundeskreis auf dem Laufenden gehalten werden. Wenn ein Mitglied zum Beispiel ein Video bei einem Partner von Facebook leiht, wird das zusammen mit seinem Foto in den Newsfeeds seiner Freunde bekannt gegeben, zusammen mit einer Werbung für den genutzten Videoverleih. Kurz darauf regte sich Protest in eigens dafür gegründeten Facebook-Gruppen.

Vorige Woche richteten die Betreiber des Sozialnetzes als Reaktion auf die Proteste eine Opt-in-Funktion ein. Nun verkündet Zuckerberg, es gebe neuerdings auch eine Funktion, mit der die Nutzer "Beacon" komplett abstellen können. Dabei können Nutzer auf einem speziellen Formular generell bestimmen, ob ihre Aktivitäten auf Partner-Webseiten an Freunde weitergemeldet werden. Facebook werde die Daten zu den Aktivitäten, die von den Partnern gemeldet werden, nicht speichern.

Zuletzt war bekannt geworden, dass das Verhalten von Nutzern auf Facebook-Partnerseiten auch dann beobachtet wird, wenn sie sich aus dem Sozialnetz abgemeldet haben und auch dann, wenn sie die Opt-out-Funktion genutzt haben. Zuckerberg hatte nach eigenen Angaben geglaubt, Beacon sei das optimale System, damit die Facebook-Nutzer noch mehr Informationen übereinander austauschen können. Dabei habe man nicht bedacht, dass die Nutzer die Kontrolle darüber behalten wollten, welche Informationen sie über sich weitergeben wollen. (anw)