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Facebook-Hack: Weniger als 10 Prozent Betroffene aus EU

Weniger als 10 Prozent der 50 Millionen Betroffenen sollen aus der EU stammen, sagt die irische Datenschutzbehörde. Genaue Zahlen will Facebook nachliefern.

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Facebook

(Bild: dpa, Oliver Berg/Illustration)

Von den fast 50 Millionen von einem Hacker-Angriff betroffenen Facebook-Nutzer stammen weniger als zehn Prozent aus der Europäischen Union. Das teilte die zuständige irische Datenschutzbehörde am Montagabend über Twitter mit. Facebook habe zugesichert, "bald" ausführlichere Informationen liefern zu können, hieß es in der knappen Stellungnahme weiter.

Facebook hatte am Freitag mitgeteilt, dass unbekannte Angreifer vollen Zugriff auf fast 50 Millionen Profile bei dem Online-Netzwerk erlangt hatten. Die Basis dafür war die Übernahme eines Access Token,, mit denen man in einen Account kommt, ohne dafür das Passwort eingeben zu müssen. Die Hacker hätten auch Zugang zu anderen Online-Diensten bekommen können, bei denen sich die Nutzer mit ihrem Facebook-Login anmeldeten, räumte Facebook ein.

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Die Lücke sei am Donnerstag geschlossen worden und nach bisherigen Erkenntnissen hätten die Angreifer nicht versucht, private Nachrichten abzurufen oder etwas im Namen der Nutzer bei Facebook zu posten, hieß es.

Facebook hatte die irischen Datenschützer bereits vergangene Woche unterrichtet. Die neue EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) sieht eine Benachrichtigung der Behörden binnen drei Tagen vor. Unternehmen drohen nach der DSGVO bei Verstößen gegen Datenschutzregeln Strafen von bis zu vier Prozent des Jahresumsatzes – das wären im Fall von Facebook etwa 1,6 Milliarden US-Dollar nach Zahlen von 2017. (olb)