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Facebook-Messenger als "soziales Wohnzimmer"

Facebook baut seinen Messenger weiter zur Anwendungsplattform aus. Nutzer sollen Bots künftig leichter finden und sie auch in Gruppen-Chats einbinden können. So hören Nutzer gemeinsam Songs etwa von Spotify.

Facebook-Messenger als "soziales Wohnzimmer"

(Bild: Facebook)

Im vergangenen Jahr bohrte Facebook seinen Messenger zur Anwendungsplattform auf: Nutzer können seitdem im Chat-Fenster mit Unternehmen in Kontakt treten oder sich von Bots helfen lassen. Der Messenger soll nicht weniger als ein "soziales Wohnzimmer" für die Welt sein, in dem die Nutzer chatten, spielen oder sich helfen lassen können, findet David Marcus, Vice President des Messengers. Der Messenger würde zudem zwei Relikte aus der Vergangenheit verbinden: das Telefonbuch und die Gelben Seiten.

Auf der Entwicklerkonferenz F8 hat Facebook für alle Messenger-Entwickler Version 2 seiner Messenger Platform gestartet. Außerdem wurden weitere Neuerungen für den Messenger angekündigt, die seinen Status als Plattform festigen. Ein neues "Discover"-Tab samt Suchfunktion hilft Nutzern, Bots im direkt im Homescreen des Messengers zu finden. Für Unternehmen dürfte es reizvoll sein, Bots in dieser Übersicht unterzubringen – sie können ihre Vorschläge ab sofort einreichen. Noch ist die Bot-Übersicht aber nur für ausgesuchte US-Nutzer sichtbar.

Auf der F8 meinte David Marcus, das QR-Codes scannen "not a thing" wäre. Als Alternative dazu hat Facebook eigene "Messenger Codes" vorgestellt: Scannt man sie direkt mit der Messenger-App, wird man zu einem passenden Bot weitergeleitet. Sinnvoll ist das etwa bei einer Sportveranstaltung oder im Restaurant.

Dank "Chat Extensions" ist es nun möglich, dass mehrere Nutzer zeitgleich mit einem Unternehmen chatten. Über die Funktion ist es außerdem möglich, einen Chat-Bot in eine Gruppen-Konversation hinzuzufügen, um etwa gemeinsam einen Song zu hören – zum Start ist unter anderen Spotify verfügbar. Die Funktion ähnelt dem Assistenten von Allo.

Neues gab es auch zu M, dem virtuellen Assistenten des Messengers. Er macht bislang schon Vorschläge innerhalb von Unterhaltungen und erinnert etwa an ein bevorstehendes Treffen mit Freunden. Mit künstlicher Intelligenz will M erkennen, was Nutzer im Chat gerade tun und liefert dazu passende Vorschläge. Unterhalten sich zwei Freunde etwa übers Abendessen, schlägt M jetzt auch vor, etwas bei delivery.com zu ordern. Diese Funktion für hungrige Messenger-Nutzer gibt es derzeit aber nur in den USA. Alle weiteren Neuerungen beschreibt Facebook in einem Blogpost. (dbe)

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