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Facebook: Neue Dienste sollen Datenschutz beachten

Als Reaktion auf die Milliardenstrafe will Facebook den Datenzugriff Dritter reduzieren, jetzt aber wirklich. Neue Dienste sollen von vornherein besser werden.

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(Bild: TY Lim/Shutterstock.com)

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Die neue Vereinbarung Facebooks mit der US-Wettbewerbsbehörde Federal Trade Commission (FTC) hat erste Konsequenzen. Dutzende Facebook-Partner verlieren den Zugriff auf bestimmte Userdaten. Dabei geht es beispielsweise um die Übertragung der Kontaktdaten von Facebook-Bekanntschaften auf das eigene Telefon oder in einen eigenen Kalender. Eigentlich hätten diese Zugriffe längst abgeschafft sein sollen.

Doch "unglücklicherweise hat unser Code einigen Partnern den fortgesetzten Datenzugriff ermöglicht", schreibt Facebooks Vizepräsident für Produktpartnerschaften, Ime Archibong, in einem Blogpost. Nicht genannte Außenstehende hätten Facebook auf den Bug aufmerksam gemacht.

Von den Dutzenden Partnern, die weiter hätten zugreifen können, haben laut Archibong nur Microsoft und Sony auch tatsächlich weiter zugegriffen. Etwa um Facebook auf die Playstation zu bringen, oder um Daten von Facebook-Bekanntschaften auf einen anderen Dienst zu übertragen. Linkedin kommt in Archibongs Beitrag nicht vor. Und es gäbe keine Beweise, dass Facebooks Vorschriften verletzt worden seien.

Ime Archibong im Jahr 2015

(Bild: Evilyn Guedes CC-BY-SA 2.0 )

Im April hatte der Manager angekündigt, Facebook werde Funktionen einiger APIs löschen (Programmschnittstellen). Dieses Projekt sei noch nicht abgeschlossen. In diesem Zusammenhang gewähre Facebook Usern neue Kontrollmöglichkeiten für den Zugriff von Drittanbieter-Apps. Außerdem lobe Facebook nun Belohnungen für Hinweise auf Datenmissbrauch durch solche Apps aus.

Für neue APIs sowie Erweiterungen bestehender APIs kündigt Archibong neue interne Überprüfungsprozesse an. Überhaupt erfordere die Vereinbarung mit der FTC eine "fundamentale" Veränderung der Arbeitsweise Facebooks. "Wir werden verantwortlich und transparent alte Dienste, die nicht so arbeiten, wie sie sollten, reparieren und neue Dienste nach besseren Regeln gestalten", schreibt Archibong, "Das bedeutet, dass wir zwangsläufig weitere Beispiele finden werden, wo unsere Produkte verbessert werden können – wo Datenzugriff eingeschränkt werden kann – und wir werden flott daran arbeiten, diese Probleme anzugehen, wenn sie ans Tageslicht gelangen." (ds)