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Facebook-Timeline: Poleposition für Beiträge von Freunden

Facebook sortiert den Nachrichtenstrom seiner Nutzer neu: Dort werden Beiträge von Freunden prominenter platziert. Das verdrängt Inhalte von Seitenbetreibern.

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Facebook

(Bild: dpa, Marc Tirl/Archiv)

Facebook justiert seinen Nachrichtenstrom: Künftig gewichtet das soziale Netzwerk die Beiträge von Freunden als wichtiger. Deren Status-Updates, Fotos und Videos tauchen im Strom nun weiter oben auf, damit sie die Mitglieder besser wahrnehmen.

Damit reagiert Facebook auf das Feedback seiner Nutzer. Die seien besorgt darüber gewesen, wichtige Updates von guten Freunden zu verpassen, schreibt das Unternehmen in seinem Blog. Einträge von abonnierten Seiten oder Nachrichten sind weiterhin im Nachrichtenstrom zu sehen, tauchen eventuell aber erst weiter unten auf. Der neue Sortieralgorithmus versuche jedem Mitglied die "richtige Balance von Inhalten" zu präsentieren. Ende 2013 hatte Facebook erklärt, mehr hochwertige Inhalte wie Nachrichten anzeigen zu wollen.

Dass Greg einen Eintrag kommentiert hat, interessiert Facebook-Nutzer nicht. Deshalb tauchen solche Botschaften im Nachrichtenstrom weiter unten auf – oder gar nicht.

(Bild: Facebook)

Eine weitere Änderung betrifft Mitglieder, die nur wenige Inhalte zu sehen bekommen. Sie sehen nun mehrere Beiträge aus einer Quelle, wenn neue Inhalte knapp werden. Bisher hatte Facebook vermieden, mehrere Posts von einer Seite am Stück anzuzeigen. Die Nutzer sollen so mehr Zeit bei Facebook verbringen.

Als drittes Update will Facebook seine Mitglieder nicht mehr so oft über Interaktionen von Facebook-Kontakten informieren. Die Nutzer hätten wenig Interesse daran, zu erfahren, wann ihre Freunde Einträge liken oder kommentieren. Solche Updates tauchen im Nachrichtenstrom künftig erst weiter unten auf – oder gar nicht.

In welchem Umfang sich die Änderungen auf die Verbreitung von Seiten-Beiträgen auswirken, hängt von der Art ihrer Inhalte ab sowie von der Zielgruppe und der Häufigkeit von Posts. Wer eine Facebook-Seite betreibt, solle "sinnvolle Einträge" veröffentlichen und die "Tipps für Seitenbeiträge" beherzigen, empfiehlt Facebook. (dbe)

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