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Facebook: Transparenz-Update für Wahlwerbung

Im Nachgang des US-Wahlkampfs geriet Facebook wegen des Durchleitens verdeckter Wahlwerbung in die Kritik. Nun reagiert das Unternehmen mit einem Update seiner Transparenzrichtlinie.

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Facebook

Facebook wird täglich von rund 1,32 Milliarden Menschen genutzt.

(Bild: dpa, Stephan Jansen/Symbolbild)

Rob Goldman, Facebooks Vice President Werbung, hat ein Transparenz-Update für per Facebook geschaltete Werbung – insbesondere für politische Werbung – angekündigt. Künftig soll klar ersichtlich sein, wer hinter der Werbung steckt und welche weiteren Inhalte geschaltet wurden. Goldman bezieht sich explizit auf entsprechende Ankündigungen von Firmenchef Zuckerberg, der sich in einem Video im September zu den anhaltenden Vorwürfen der Manipulation rund um die US-Präsidentenwahl geäußert hatte.

Mit einem Klick soll man künftig sämtliche über einen Account geschaltete Werbung sehen können. Wahlwerbung muss noch strengeren Richtlinien genügen.

In Zukunft soll es möglich sein, über einen Click auf "View Ads" auf der Profilseite eines Werbetreibenden alle geschalteten Beiträge zu sehen – unabhängig davon, ob man sich in der vom Werbetreibenden angegebenen Zielgruppe befindet. Nach einem ersten Beta-Test in Kanada wird das System im Laufe des Monats auf die USA ausgedehnt und danach weltweit ausgespielt.

Bei Inhalten, die sich auf eine anstehende Wahl beziehen, will Facebook künftig eine detailliertere Prüfung des Werbetreibenden durchführen. Zunächst nur für US-Wahlen sollen Kunden mit einem Klick erfahren können, wer politische Werbung geschaltet hat und wer sie finanziert hat. Auch diesen Mechanismus will man schrittweise in anderen Märkten etablieren. (sha)

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