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Facebook bevorzugt schnelle Websites

Websites, die zu lange laden, will Facebook seltener in den Newsfeeds der Nutzer anzeigen. Es drohen deshalb Traffic-Einbußen, warnt Facebook. Schnelle Seiten hingegen profitieren von einer höheren Verbreitung.

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Facebook

(Bild: dpa, Stephan Jansen/Archiv)

Bei Facebook bestimmen viele Faktoren, welche Inhalte in den Newsfeeds der Nutzer auftauchen. In den kommenden Monaten will Facebook die Gewichtung dieser Faktoren anpassen. Dann soll auch die Ladegeschwindigkeit einer verlinkten Website eine wichtige Rolle spielen: Lädt sie zu langsam, taucht sie seltener in den Feeds auf. Das gilt vor allem bei Nutzern, die mit dem Smartphone und ohne guten Empfang unterwegs sind.

Die Auswahl der Inhalte für den Newsfeed ist auch abhängig von der Verbindungsart und -geschwindigkeit. Bei einer schwachen GPRS-Verbindung zeigt Facebook etwa weniger Videos an und liefert stattdessen mehr Status-Updates von Freunden aus. Bestimmte Inhalte lädt Facebook bereits vor einem Klick im Hintergrund herunter, um die gefühlte Ladezeit zu verkürzen.

Lahme Websites werden künftig weniger Traffic von Facebook bekommen. Schnelle Seiten, die beispielsweise dank AMP ratzfatz laden, profitieren hingegen: Sie erscheinen weiter oben im Newsfeed, schreibt Facebook. Die (mobilen) Nutzer fänden es nämlich äußerst frustrierend, wenn ein Link bei Facebook auf eine lahme Website führt. Lässt sie sich mehr als drei Sekunden Zeit, brechen 40 Prozent der Nutzer den Ladevorgang ungeduldig ab, so Facebook. Für Entwickler hat das Unternehmen einige hilfreiche Tipps zusammengestellt, um einer Website Beine zu machen. Etwas Zeit für die Umsetzung bleibt noch: Facebook will die angekündigten Änderungen erst nach und nach in den kommenden Monaten umsetzen.

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