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Facebook drohen wegen Datenschutzvergehen pro Tag 250.000 Euro Strafe

Ein belgisches Gericht entschied, dass Facebook die Überwachung von Internetnutzern außerhalb des sozialen Netzwerks stoppen und die bereits erhobenen Daten löschen muss.

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Facebook

(Bild: dpa, Arno Burgid)

Facebook wurde von einem belgischen Gericht in erster Instanz dazu verpflichtet, die Webseiten-Zugriffe von Nutzern außerhalb des sozialen Netzwerks nicht mehr zu überwachen und die bisher gesammelten Daten zu löschen. Dies gilt für alle belgischen Internetnutzer, auch für solche, die kein Facebook-Konto haben. Bei einem Verstoß droht pro Tag eine Strafe von 250.000 Euro.

Als Begründung erklärte das Gericht in Brüssel, dass Facebook seine Kunden nicht ausreichend über die weitreichende Datensammlung mit Cookies und unsichtbaren Pixeln auf Webseiten von Drittanbietern informiere. Zudem gibt das soziale Netzwerk laut Bloomberg nicht an, was mit den Informationen geschehe und wie lange diese gespeichert werden.

Auch in Deutschland steht Facebook wegen Datenschutzvergehen vor Gericht. Nach einem noch nicht rechtskräftigen Urteil des Landgerichts Berlin von Mitte Januar verstößt Facebook gegen geltendes Verbraucherrecht, weil Voreinstellungen rechtswidrig seien und Nutzer ihren echten Namen verwenden müssen.

Das Bundeskartellamt untersucht ebenfalls seit 2016 in einem Verwaltungsverfahren mögliche Datenschutzverletzungen des sozialen Netzwerks. In einer vorläufigen Einschätzung im Dezember 2017 kam das Kartellamt zum dem Schluss, dass Facebook unbegrenzt jegliche Art von Nutzerdaten aus Drittquellen sammelt und mit dem Facebook-Konto zusammenführt. Demnach nimmt das US-Unternehmen in Deutschland eine marktbeherrschende Stellung ein.

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