Facebook ermahnt seine Nutzer zur Eigenverantwortung

Die Forschungsabteilung von Facebook warnt davor, dass einem das bloße Konsumieren von Facebook-Inhalten die Laune verderben kann. Eine aktive Teilnahme am Geschehen im sozialen Netzwerk könne dem entgegenwirken.

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(Bild: Facebook)

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Facebook gibt zu, dass die zunehmende Nutzung sozialer Medien die Gefahr mit sich bringe, seelische Störungen bis hin zu Depressionen zu erleiden. In einem Blog-Eintrag zitieren Mitarbeiter der Facebook-Forschungsabteilung einige Studien, die diesen Schluss nahelegen. Das Problem bestehe unter anderem darin, dass die Inhalte oftmals rein passiv konsumiert würden.

David Ginsberg und Moira Burke von Facebook appellieren daher an die Anwender, sich aktiver zu beteiligen. Eine eigene Studie in Zusammenarbeit mit der Carnegie-Mellon-Universität habe ergeben, dass es Facebook-Anwendern besser gehe, wenn sie mehr Nachrichten untereinander austauschten. Es genüge allerdings nicht, einfach nur das Daumen-hoch-Symbol anzuklicken oder Herzchen zu verteilen.

Eine weitere Quelle des Unwohlseins hat Facebook offenbar darin erkannt, dass seine Anwender oft das Gefühl haben, die Inhalte nicht selbst auswählen zu können, die ihnen der Internetkonzern einspielt. Für mehr Kontrolle über den individuellen Nachrichtenstrom will Facebook im Laufe der kommenden Woche Snooze ausrollen, ein Werkzeug zum vorübergehenden Ausblenden besonders nerviger Botschaften. (un)