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Facebook eröffnet Digitales Lernzentrum in Berlin

Das "Digitale Lernzentrum" von Facebook öffnet seine Türen am Berliner Potsdamer Platz. Kurse und Weiterbildungsangebote zum Erlernen von Programmiersprachen und dem Umgang mit digitalen Medien sollen hier stattfinden.

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(Bild: dpa, Kay Nietfeld)

Facebook-Geschäftsführerin Sheryl Sandberg hat ein "Digitales Lernzentrum" am Berliner Potsdamer Platz eröffnet. In den Räumen sollen digitale Kompetenzen an jene vermittelt werden, die sonst keinen direkten Zugang zu solchen Angeboten haben, sagte Sandberg am Montag. Neben dem Programmierunterricht stehe die Vermittlung von Medienkompetenz im Fokus. "Wir brauchen eine digitale Alphabetisierung, um Technologie nutzen zu können, wir brauchen eine Medien-Schulung, damit wir informiert bleiben können."

In den von Facebook bereitgestellten Räumen in der Nähe des Potsdamer Platzes in Berlin sollen unter anderem Kurse angeboten werden, in denen Kinder, ältere Menschen und Flüchtlinge Programmiersprachen lernen oder Workshops zum Umgang mit digitalen Medien und die Nutzung von Medieninhalten stattfinden.

An der von Facebook gegründeten Initiative nehmen die Partner ReDI School of Digital Integration, die HABA Digitalwerkstatt, der Verein "Wege aus der Einsamkeit" sowie das Projekt "Reporterfabrik" von Correctiv und Reporterforum teil.

Allen Partnern ist gemein, dass sie für die Ausbildung digitaler Fähigkeiten stehen. So bietet die ReDi School of Digital Integration Menschen mit Migrationshintergund und Flüchtlingen Kurse an, im Verein "Wege aus der Einsamkeit" stehen ältere Menschen der Generation 65+ im Fokus und das Projekt "Reporterfabrik" ist eine Web-Akademie für Nicht-Journalisten und Journalisten, unter anderem soll das Prüfen von Content gegen die Verbreitung von Fake News im Vordergrund stehen..

Facebook kündigte bereits am 15. Januar 2017 an, im Jahr der Bundestagswahl auch in Deutschland härter gegen die Verbreitung gefälschter Nachrichten vorgehen zu wollen. Als Partner werde auch hier das Recherchezentrum Correctiv fungieren, um von Nutzern gemeldete Inhalte zu prüfen und gegebenenfalls als zweifelhaft auszuzeichnen. Außerdem sollen ähnlich wie in den USA die Möglichkeiten, mit sogenannten Fake News Geld zu verdienen, eingedämmt werden. Facebook war unter massive Kritik geraten, nachdem sich im US-Wahlkampf in großem Stil Falschmeldungen über das Netzwerk ausbreiteten.

Correctiv bekommt kein Geld von Facebook. "Wir sind überzeugt, dass alles getan werden muss, um der Verbreitung von gefälschten Nachrichten in sozialen Netzwerken entgegenzutreten", erklärte der Leiter des Recherchezentrums, David Schraven. Facebook will auch weitere Partner für den Kampf gegen gefälschte Nachrichten gewinnen. (Mit Material der dpa) / (lel)

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