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Facebook f8: Noch ein weiter Weg zu sozialer VR

Gemeinsam shoppen, Konzerte besuchen, spielen, obwohl man Tausende von Kilometern voneinander entfernt wird - VR soll solche Erlebnisse ermöglichen.

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Virtual Reality hat das Potential noch sozialer als jede andere Plattform zu sein, so Mike Beltzner, der bei Facebook beim Thema Social VR mit entwickelt. So untersucht ein eigenes Social VR Team bei Facebook, auf welche Art und Weise sich Menschen miteinander verbinden und Erlebnisse teilen können, während sie die heutige VR-Technologie nutzen.

Einige der Herausforderungen, an denen das Team arbeitet, ist die Verbindung des Gefühls der eigenen Präsenz im virtuellen Raum und die Möglichkeit, mit der Umwelt durch Körperbewegungen und Sprache zu interagieren. Dabei zeigt sich allerdings, dass sich viele Elemente der menschlichen Kommunikation sich nicht mit aktueller Technik, also etwa dem Oculus Sequencer, in der virtuellen Welt abbilden lassen.

Selbst wenn man die Mimik perfekt nachbilden könnte, würde dies bei weitem nicht ausreichen, so Beltzner. Wir Menschen teilen uns halt auch sehr stark über die Körpersprache mit. Um diesen Kommunikationsebenen nachzuspüren, experimentiert Facebook unter anderem mit einem sogenannten Panoptic Studio. In dieser fünf Meter großen Halbkugel lassen die Forscher Menschen interagieren und beobachten sie dabei mit etwa 500 Kameras aus allen Perspektiven, um auch die kleinsten Nuancen der nonverbalen Kommunikation aufzuspüren.

Das Panoptic Studio wird erklärt.

Bis man alle Ebenen der verbalen und nonverbalen Kommunikation vernünftig in die reale Welt übertragen kann, sodass sie eine realistisches soziales VR-Erlebnis ermöglichen, wird also noch einige Zeit vergehen. Nichtsdestotrotz lassen sich auch heute bereits witzige gemeinsame VR-Erlebnisse kreieren.

Das zeigte Facebook-CTO Mike Schroepfer, der sich eine Oculus Rift aufsetzte und zwei Controller in die Hand nahm, um seinen Kollegen Michael Booth in der virtuellen Realität zu treffen. Gemeinsam ließen sich die beiden – in Form ihrer Avatare – in verschiedene 360-Grad-Fotos beamen, etwa in Facebooks Labore und in ein Rundumbild von London.

Dort haben die beiden dann mit einem virtuellen Selfie-Stick ein virtuelles Selfie ihrer Avatare mit Big Ben im Hintergrund gemacht -- nicht ohne, dass der Avatar von Booth dem seines Kollegen vorher noch eine Krawatte angemalt hat.

Facebook zeigt, was heute schon an gemeinsamen VR-Aktivitäten machbar ist.

(jo)