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Facebook führt Gesichtserkennung für alle Nutzer ein

Allen Facebook-Nutzern steht künftig die Funktion der Gesichtserkennung zur Verfügung. Sie können sie aber auch ausschalten.

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(Bild: Derick Hudson/Shutterstock.com)

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Facebook macht künftig keine automatischen Vorschläge mehr, bestimmte Personen in Fotos zu markieren – und führt stattdessen die Gesichtserkennung ein. Der Unterschied ist dabei: Die neue Funktion lässt sich deaktivieren.

In den kommenden Wochen soll die Gesichtserkennung allen Nutzern zur Verfügung stehen. Ist sie aktiv, wird der Nutzer weiterhin informiert, sobald ein öffentlich gepostetes Foto oder Video von ihm erscheint. Auch die Markierungsvorschläge bei Freunden erscheinen dann wie gewohnt. Dadurch soll laut Facebook die eigene Identität geschützt werden können: Etwa wenn jemand ein Profilfoto kopiert und als eigenes verwendet. Auch helfe die Funktion, um mehr relevante Inhalte zu finden, heißt es in der Erklärung. Um die Gesichtserkennung zu ermöglichen, erstellt Facebook ein Template.

Mitglieder, die keine Gesichtserkennung aktiviert haben, werden nicht gescannt und tauchen auch nicht mehr als Markierungsvorschlag auf. Facebook speichert keine Profilabgleiche ab. Features wie Photo-Review, die Nutzer informieren, sobald ein Foto von ihnen auftaucht, können nicht mehr eingesetzt werden. Sofern nicht auch diese Funktionen ausgeschaltet sind, können Menschen ohne Gesichtserkennung weiterhin manuell markiert werden.

Die De- und Aktivierung können in den Einstellungen zur Privatsphäre vorgenommen werden, unter dem zweiten Menüpunkt Einstellungen verbirgt sich die Gesichtserkennung samt zugehöriger Erklärungen. Wer zuvor die Markierungsvorschläge deaktiviert hatte, soll das nicht erneut ändern müssen, die neue Funktion ist ebenfalls ausgeschaltet.




Facebook hat nach eigenen Angaben eng mit Datenschutzexperten, Wissenschaftlern und Behörden zusammengearbeitet. Das Unternehmen hatte in früheren Jahren eine Gesichtserkennung eingesetzt, ab 2012 war sie in Europa aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht mehr verfügbar. 2018 hieß es bereits, Facebook wolle im Zusammenhang mit der Europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) die Gesichtserkennung auf freiwilliger Basis testen. (emw)