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Facebook führt Instagram-Messenger Threads ein

"Threads von Instagram" heißt eine neue Facebook-App. Sie ist eine Art Gruppen-Messenger für "enge Freunde" und wird bereits veröffentlicht.

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(Bild: Ink Drop/Shutterstock.com)

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Facebook bringt eine neue Messenger-App auf den Markt. Unter dem Namen "Threads von Instagram" sollen sich Nutzer künftig austauschen können – im privaten Rahmen. Der Fokus liegt dabei wie gewohnt auf Fotos, Videos, Stories und dem Status. Die Veröffentlichung ist bereits weltweit gestartet.

Threads soll die Kommunikation zwischen "engen Freunden" erleichtern, heißt es in einem Instagram-Blogpost. Eine solche Freundes-Liste kann man seit vergangenem Jahr in der Foto-App erstellen. Sie wird entweder für Threads übernommen oder direkt in der Standalone-App neu zusammengestellt. Öffnet man die App, schaltet sich direkt die Kamera ein.

Mit nur zwei Schritten könne man das, was man gerade macht, teilen. Zudem gibt es Statusmeldungen, falls man mal nicht die Zeit hat, ein Foto zu posten oder zu kommunizieren. Im Auto-Modus teilt Threads automatisch, wo man sich gerade ungefähr befinden – "ohne, die Koordinaten weiterzugeben" oder, dass der Akku bald leer sei. Alles in der App sei opt-in.

Facebook betont, Privatsphäre stehe bei Threads an oberster Stelle, und beruft sich dabei auf die engen Freunde, die manuell hinzugefügt werden müssen. In der App können keine Nachrichtenanfragen gestellt werden. Das Unternehmen speichere keine Informationen etwa aus dem Auto-Modus, entsprechend gebe es auch keine darauf basierende Werbung, die werde weiterhin entsprechend den Informationen von Facebook und Instagram ausgespielt.

Wie in den anderen Apps von Facebook können Nachrichten gelöscht, blockiert und gemeldet werden. Instagram führt gleichzeitig eine neue Funktion zum Schutz vor Mobbing ein. "Restrict" lässt Nutzer Kommentare bestimmter Personen unsichtbar werden – nur noch der Kommentator selbst sieht sie, er wird über das Blockieren nicht informiert. Direktnachrichten dieser Person landen im Ordner für Anfragen, er bekommt auch keine Information, ob die Nachricht gelesen wurde oder die kontaktierte Person online war. Gerade Jugendliche sollen so eine bessere Kontrolle über ihre Accounts bekommen. Blockierten sie andere Nutzer so, dass diese es merkten, habe das häufig widerrum unangenehme Folgen.

Ebenfalls um besonders Jugendliche zu schützen, will Facebook das Verbergen der Likes-Anzahl testen. Zunächst geschieht das in Australien. Damit soll der soziale Druck verringert werden. Instagram versteckt in manchen Ländern bereits die Anzahl der Likes.





(emw)