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Facebook geht gerichtlich gegen "Clickjacking" vor

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Mit Unterstützung des Staates Washington geht Facebook erstmalig gerichtlich gegen das sogenannte "Clickjacking" vor. Im Visier steht das Unternehmen Adscend Media, ein Werbenetzwerk, das im Verdacht steht, über ein Partnerprogramm illegale Werbemethoden in sozialen Netzwerken zu befördern.

Facebook und der Washingtoner Generalstaatsanwalt Rob McKenna haben getrennt voneinander Anklage gegen die Firma erhoben. Die Ankläger berufen sich auf Verstöße gegen das US-amerikanische Antispam-Gesetz "CAN-SPAM Act" sowie auf den "Commercial Electronic Mail Act" des Staates Washington.

Den Begründungen zufolge sollen Adscend und Partner Nachrichten an Facebook-Nutzer gesendet haben, die vorgaben, von Freunden zu sein. Die Messages sollen Links enthalten haben, die beispielsweise mit den Texten "Cannot BELIEVE a 2 year old is doing THIS," oder "{Video} OMG! See what happened to his Ex Girlfriend!" versehen waren.

Ziel sei es gewesen, die Empfänger zum Klick auf die Links zu verleiten. Auf der beworbenen Webseite sei dann nicht der versprochene Inhalt so sehen gewesen, sondern soll mit Tricks versucht worden sein, die Nutzer zum kauf von Produkten oder zum unbemerkten Klick auf einen Like-Button zu bringen, der sich hinter anderem Content verbarg. Laut Anklage steckt dahinter ein virales System. Vermutungen von Facebook zufolge verdiene Adscend mit dieser Methode mehr als 20 Millionen US-Dollar jährlich. In einer ersten Stellungnahme wies die Werbefirma alle Anschuldigungen von sich. (hob)

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