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Facebook gestaltet Einstellungen für Privatsphäre und Datenschutz neu

Mit einer neuen Privatsphäre-Bereich und einer Aufklärungskampagne bereitet sich der Online-Konzern auf die strengeren Datenschutzbestimmungen in der Europäischen Union vor.

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Facebook

(Bild: dpa, Arno Burgi)

Vier Monate bevor die neue Datenschutzgrundverordnung in der EU in Kraft tritt, hat Facebook die Privatsphäre-Einstellungen für Nutzer neu gestaltet. In dem neuen Bereich werden Mitglieder über vielfältige Einstellungen informiert, mit denen sie zum Beispiel die Sichtbarkeit ihrer Beiträge und Profilinformationen kontrollieren, die Zusammenstellung ihres Newsfeeds beeinflussen oder die Datenverwendung für Werbeanzeigen einschränken können.

"Unsere neuen Initiativen, mit denen wir Datenschutz noch tiefer in unseren Produkten verankern und dir mehr Informationen und Kontrolle geben, gründen sich auf unseren zentralen Datenschutzgrundsätzen", erklärt Facebooks Chief Privacy Officer Erin Egan. Diese Grundsätze hat der Social-Media-Konzern nun erstmals für seine Mitglieder veröffentlicht.

Obwohl der neue Bereich die Privatsphäre-Einstellungen vereinfachen soll, illustriert er zunächst einmal, wie komplex das Thema bei Facebook ist. In dem neuen Bereich können Nutzer einen rudimentären Privatsphäre-Check absolvieren, bei dem sie einstellen können, wer generell die eigenen Facebook-Postings sehen soll, wer wichtige Profilinformationen sehen kann und welche Apps Zugriff auf das eigene Facebook-Profil haben.

Für eine weitergehende Kontrolle müssen sich die Mitglieder aber durch zahlreiche weitere Einstellungsmöglichkeiten klicken – vom eigenen Profil, über die Privatsphäre-Einstellungen bis hin zur separaten Einstellungsseite für Werbeanzeigen. Hier können Nutzer zwar nicht die Werbung auf Facebook selbst deaktivieren. Sie können aber verhindern, dass ihre Profilinformationen für Werbekampagnen außerhalb der Facebook-Plattformen verwendet werden. Ebenfalls können Mitglieder verhindern, dass ihnen im Facebook-Newsfeed Werbung aufgrund der Nutzung fremder Websites und Apps angezeigt werden.

Das neue Privatsphäre-Zentrum setzt auf eine Reihe comic-artiger Anleitungen, die verschiedene Aspekte der Datenverwendung auf Facebook erklären. In der separaten Datenrichtlinie können Interessierte im Einzelnen nachlesen, welche Daten Facebook erhebt und wer Zugriff darauf hat. Die Datenschutzregeln sollen im Laufe des kommenden Monats den Nutzern mit einer Reihe von Werbefilmen im Newsfeed näher gebracht werden. Parallel will Facebook auch mit internationalen Experten daran arbeiten, die Datenschutzeinstellungen einfacher zu gestalten.

Die eigenen Geschäfts- und Werbepartner macht Facebook auf einer eigenen Informations-Seite auf die gesetzlichen Neuregelungen aufmerksam. Hier informiert Facebook, welche Rolle der Konzern bei welchen Kampagnen-Arten übernimmt. Für die Datenaufbereitung der Informationen, die Geschäftspartner zum besseren Targeting an Facebook übermitteln, sind diese selbst zuständig – und damit auch dafür das eventuell notwendige Einverständnis zur Datenweitergabe durch den Nutzer. Ob und wie die so genannten "Lead Ads", mit denen Werbetreibende direkt in Facebook Daten erfassen können, mit der neuen Gesetzeslage vereinbar sind, will Facebook in den kommenden Monaten abklären.

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