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Facebook holt sich Firefox-Entwickler

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Das US-amerikanische Online-Studentenportal Facebook tätigt seine erste Akquisition. Es kauft das Startup-Unternehmen Parakey, das von den Softwareentwicklern und Firefox-Mitentwicklern Joe Hewitt sowie Blake Ross gegründet wurde. Beide werden nun Mitarbeiter von Facebook und sollen dort die Plattform sowie die Firmen-Website ausbauen helfen, heißt es in einer Mitteilung. Finanzielle Details des Geschäfts wurden nicht preisgegeben. In US-Medien wird spekuliert, auch Google sei an Parakey interessiert gewesen, habe aber mit Facebooks Angebot nicht mithalten können. Möglicherweise sei ein Teil des Kaufpreises für Parakey in Facebook-Aktien gezahlt worden. Ihr Wert könne nach einem Börsengang in die Höhe schnellen.

Ziel des 2005 gestarteten Parakey-Projekts ist es, eine Plattform zu entwickeln, die die Kluft zwischen dem Web und dem Desktop überbrücken soll. Als eine Art "Web OS" solle sie es ermöglichen, Daten einfach zu speichern und mit anderen zu teilen. Ross schreibt in seinem Weblog, er sei verblüfft über das, was er bisher bei Facebook kennengelernt hat. So seien alle Daten in einer SQLite-Datenbank enthalten, die auf ein iPhone passt. Hewitt zeigt sich am meisten beeindruckt von der Größe der Facebook-Nutzergemeinde, die gut 30 Millionen Aktive umfasse: "Was gibt es Schöneres für einen Kreativen, so viele Menschen positiv zu beeinflussen?" Auf die Zukunft ihres Projekts Parakey gehen beide genausowenig wie Facebook in seiner Mitteilung ein. (anw)