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Facebook in den roten Zahlen

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Die ersten Geschäftszahlen nach dem Börsengang: Kaum etwas wurde mit so großer Spannung an der Börse erwartet wie die Facebook-Bilanz für das zweite Quartal des Geschäftsjahrs 2012. Und die werden nun nicht gerade freudig begrüßt. Für das zweite Quartal wies Facebook zwar einen im Vergleich zum gleichen Vorjaresquartal um 32 Prozent auf 1,184 Milliarden US-Dollar gestiegenen Umsatz aus. Der Nettoverlust betrug aber 157 Millionen US-Dollar nach 240 Millionen US-Dollar Gewinn im Vorjahresquartal.

Den Nettoverlust begründet Facebook vor allem mit der Bilanzierung der Mitarbeiteraktien, die im Zuge des Börsengangs ausgegeben wurden. Der Gewinn unter Ausschluss solcher Einmalbelastungen betrug 295 Millionen US-Dollar, im gleichen Quartal des Vorjahrs lag er noch bei 285 Millionen US-Dollar.

Facebook hat nach eigenen Angaben zum Ende Juni 2012 im Monatsschnitt insgesamt 955 Millionen aktive User, ein Zuwachs von 29 Prozent; davon waren über Mobilfunkgeräte im Monatsschnitt 543 Millionen User bei Facebook aktiv (plus 67 Prozent). Pro Tag zählte Facebook im Juni im Durchschnitt 552 Millionen aktive User, was eine Steigerung von 32 Prozent im Jahresvergleich bedeutet.

Insgesamt 84 Prozent (992 Millionen US-Dollar) des Umsatzes von Facebook stammt aus dem Werbegeschäft. Das Social Network konnte hier eine Steigerung von 28 Prozent im Jahresvergleich erreichen.

Im Prospekt zum Börsengang, in dem die Geschäftszahlen für das erste Quartal zu finden waren, sprach Facebook noch von 901 Millionen aktiven Usern, einem Umsatz von 1,06 Milliarden US-Dollar und einem Gewinn von 137 Millionen Dollar - was damals einem Gewinnrückgang im Jahresvergleich von 10 Prozent entsprach.

Nachdem schon die Zynga-Geschäftszahlen die Facebook-Aktie in Mitleidenschaft gezogen hatte (im normalen Handel sackte der Kurs um 8,5 Prozent auf 26,84 US-Dollar) konnten die Geschäftszahlen des Social Networks die Investoren keineswegs begeistern – zumal angesichts des starken Wachstums der mobilen User sich die Bedenken wegen der mangelnden (Werbe-)Einnahmequellen in den mobilen Facebook-Apps verstärken dürften. Allerdings konnte Facebook zumindest die in den letzten Tagen kursierenden Gerüchte über eine schwindende User-Basis und rückläufige Werbeeinnahmen zunächst entkräften. Zu Beginn des nachbörslichen Handel, direkt nach Vorlage der Geschäftszahlen, sackte der Kurs der Facebook-Aktie weiter ab um rund 9 Prozent auf etwa 24,40 US-Dollar.

Zu den aktuellen Facebook-Geschäftszahlen siehe auch:

(jk)