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Facebook könnte bei Börsengang 100 Milliarden US-Dollar wert sein

Das Social Network Facebook könnte im kommenden Jahr bereits mit einem Firmenwert von mehr als 100 Milliarden Dollar an die Börse gehen. Das weltgrößte Online-Netzwerk könnte die Aktien im ersten Quartal kommenden Jahres platzieren, berichtete der US-Fernsehsender CNBC weiter unter Berufung auf informierte Personen.

Facebook hat unterdessen einen Bericht zurückgewiesen, laut dem das Wachstum der Nutzerzahlen in jüngster Zeit nachgelassen haben soll. Die Marktbeobachter von "Inside Facebook" hatten nach eigenen Angaben ermittelt, dass weltweit im Mai 11,8 Millionen Nutzer hinzugekommen waren gegenüber 13,9 Millionen im April. Normalerweise habe das monatliche Wachstum 20 Millionen betragen. In den USA sei die Zahl der Nutzer im Laufe des Mai sogar um 6 Millionen auf 149,4 Millionen zurückgegangen, in Kanada um 1,52 Millionen auf 16,6 Millionen. Auch seien die Nutzerzahlen in Großbritannien, Norwegen und Russland geschrumpft.

"Inside Facebook" benutzt keine offiziellen, vom Social Network selbst beigesteuerte Statistiken, sondern eigene Messinstrumente. Facebook selbst teilte laut Medienberichten in einer Stellungnahme mit, ab und zu tauchten immer wieder Berichte darüber auf, dass das Social Network in einigen Regionen Nutzer verliere. Für einige dieser Berichte würden Werbewerkzeuge verwendet, die dafür gedacht seien, die Reichweite von Anzeigen von Facebook vorherzusagen; diese eigneten sich aber nicht dazu, das Wachstum des Social Networks zu ermitteln.

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg hatte es bisher nicht eilig gehabt, sein Unternehmen an die Börse zu bringen. Das Netzwerk hat genug Investorengelder und muss im Gegensatz zu börsennotierten Firmen nicht jedes Quartal seine Zahlen vorlegen. Zuletzt war Facebook anhand der Geschäfte auf dem Zweitmarkt für Mitarbeiteraktien mit einem Wert von 85 Milliarden Dollar kalkuliert worden. Im Januar noch soll Facebook frische Investorengelder mit einer Bewertung von 50 Milliarden Dollar hereingeholt haben.

Nach US-Regeln dürfte der Gang an die Börse naheliegen: Facebook wird voraussichtlich in diesem Jahr die Marke von 500 Anteilseignern übersteigen. Damit würden öffentliche Quartalsberichte Pflicht. Wenn ein Unternehmen seine Zahlen offenlegen muss, könnte es genauso gut auch den Geldregen einer Aktienplatzierung mitnehmen. Managerin Sheryl Sandberg, die bei Facebook für das operative Geschäft zuständig ist, hatte bereits einen Gang an die Börse als "unvermeidlich" beschrieben. (anw)

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