Facebook mit Warnhinweis gegen ungewollte Massenpartys

Minderjährige Facebook-Nutzer werden ausdrücklich darauf hingewiesen, wenn sie dabei sind, eine öffentliche Veranstaltung anzulegen.

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Von
  • dpa

Nach der Aufregung um "Facebook-Partys", bei denen private Feiern zu Massen-Treffen ausgeufert sind, reagiert das Online-Netzwerk mit einem neuen Warnhinweis. Minderjährige Facebook-Nutzer werden nun ausdrücklich darauf hingewiesen, wenn sie dabei sind, eine öffentliche Veranstaltung anzulegen. Die Funktion werde versuchsweise eingeführt, das Unternehmen werde die Auswirkungen des zusätzlichen Hinweises auswerten, kündigte eine Sprecherin an.

In den vergangenen Monaten war es immer wieder zu ungewollten größeren Menschenansammlungen gekommen, weil zumeist junge Nutzer von Online-Netzwerken Party-Einladungen öffentlich machten, statt nur an ihre Freunde zu senden. Besonders bekannt wurde der Fall einer jungen Hamburgerin, bei der 1600 ungebetene Gäste kamen und einen Polizeieinsatz auslösten.

Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) sah die Voreinstellungen bei dem Online-Netzwerk als Problem und forderte das Unternehmen zum Handeln auf, während einige Politiker sogar ein Verbot von "Facebook-Partys" forderten. Unter der Aufregung litt zum Beispiel die CDU in Hasloh bei Hamburg, die ihr jährliches Sommerfest absagte, nachdem sich ungewollt viele Teilnehmer über Facebook ansagten. Am Donnerstag begrüßte der Netzexperte der FDP-Bundestagsfraktion, Manuel Höferlin, den neuen Warnhinweis als Schritt in die richtige Richtung. (anw)