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Facebook mit neuen Schnittstellen und Nutzungsbedingungen

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Nachdem das Image von Facebook, dem US-Dienst für soziale Netze, ausgerechnet um den 5. Geburtstag gelitten hatte, meldet das Unternehmen in seinem offiziellen Blog zwei gute Nachrichten: Die Nutzungsbedingungen werden überarbeitet und neue Schnittstellen sollen die Möglichkeiten des Dienstes erweitern.

In den USA war im November ein 18-jähriger Highschool-Schüler aufgeflogen, der sich auf Facebook als eine Mitschülerin ausgegeben hatte. Unter deren Namen versprach er männlichen Mitschülern Nacktfotos, wenn diese ihm zuerst welche von sich schickten. So legte er 31 Opfer zwischen 13 und 19 Jahren herein, denen er dann drohte, die Bilder zu veröffentlichen. Laut Strafanzeige gelang es ihm so, von mindestens sieben Betroffenen sexuellen Handlungen zu erpressen. Gefasst wurde er, weil die Polizei ihn verdächtigte, eine Bombendrohung an die Schule gesendet zu haben und seinen Computer beschlagnahmte.

Facebook hat nun reagiert und seine Nutzungsbedingungen überarbeitet. Die Rechtsberaterin des Unternehmens, Suzie White, erklärte dazu im Firmenblog, bei den neuen Bestimmungen handle es sich um offensichtliche Dinge, die man sowieso nicht macht. Dazu zähle das Fälschen von Angaben zur Person oder das Belästigen von anderen Mitgliedern. Facebook-Sprecher Barry Schnitt fügte hinzu, dass solche Regeln schon immer gegolten hätten. Man habe sich jetzt aber bemüht, sie klar und verständlich zu formulieren.

Allerdings wirft der Blogger Rax Lakhani Facebook Inkonsequenz vor, wenn der Dienst einerseits das Anlegen von Accounts für Dritte ohne deren Zustimmung verbiete, aber das Anlegen von Fanseiten etwa für Markenprodukte durch private Nutzer erlaube. Schnitt entgegnete dazu, dass die Hersteller solche viralen Fangruppen üblicherweise mögen, sodass Facebook nur einschreite, wenn sich eine Firma beschwert.

In seinem Entwicklerblog hat Facebook angekündigt, durch neue APIs vor allem das Teilen und Verbreiten von Inhalten wie Links, Notizen oder Videos über Facebook-Anwendungen zu vereinfachen. Damit könnte Facebook dem erfolgreichen Mikro-Blogging-Dienst Twitter Konkurrenz machen. (ad)