Facebook testet Job-Angebote für Firmenseiten

Mit ausgewählten Unternehmen testet Facebook derzeit ein neues Feature: Besitzer einer Business-Page bei Facebook können im Rahmen des Testlaufs Job-Angebote veröffentlichen und die ganz gezielt nur bestimmten Nutzergruppen anzeigen lassen.

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Facebook

(Bild: dpa, Jens Büttner/Symbolbild)

Von
  • Denise Bergert

Das soziale Netzwerk Facebook könnte künftig auch zur Job-Plattform und damit zum LinkedIn-Konkurrenten werden. Wie das IT-Magazin TechCrunch berichtet, testet das Unternehmen derzeit eine neue Funktion für Facebook-Seitenbetreiber. Neben Events und Shops können diese auch Stellenangebote auf ihrer Facebook-Page veröffentlichen und über Anzeigen in den Newsfeeds von Nutzern bewerben.

Stellenausschreibungen werden über den neuen Jobs-Reiter auf der Firmenseite veröffentlicht. Bewerbungen von interessierten Facebook-Nutzern wandern dann als Message in den Nachrichten-Ordner der Seite. Auf Rückfrage von TechCrunch bestätigte Facebook, dass derzeit ein Testlauf mit einigen ausgewählten Unternehmen durchgeführt werde. Verläuft dieser erfolgreich, könnte die Funktion in den nächsten Monaten auch hierzulande für Seitenbetreiber zur Verfügung stehen.

Um Job-Angebote von den Text-Beiträgen im Newsfeed der Nutzer abzuheben, sind sie klar strukturiert. Unternehmen können neben der Job-Bezeichnung auch das Gehalt und zusätzliche Details wie Teilzeit oder Vollzeit angeben. Neben dem Newsfeed werden die Anzeigen gesammelt im Jobs-Reiter von Unternehmensseiten auf Facebook angezeigt. Ein Klick auf den "Jetzt bewerben"-Button in der Stellenausschreibung öffnet für Nutzer eine Nachricht. Diese wird auf Wunsch von Facebook mit Eckdaten aus dem öffentlichen Profil gefüllt. Um welche es sich dabei konkret handelt, ist derzeit allerdings noch unklar.

Für die Platzierung ihrer Stellenangebote in Form von Werbeanzeigen in den Newsfeeds der Nutzer können Unternehmen ebenfalls auf die bei Facebook hinterlegten Lebensläufe zurückgreifen. So werden Anzeigen laut TechCrunch auf Wunsch beispielsweise nur Nutzern angezeigt, die in einer bestimmten Branche arbeiten oder gearbeitet haben.

Genau diese Individualisierungsmöglichkeiten für Werbeanzeigen brachte Facebook in dieser Woche aber bereits eine Klage ein. Eine Gruppe von Facebook-Nutzern wirft dem Unternehmen Diskriminierung aufgrund von Geschlecht, Nationalität und ethnischer Zugehörigkeit vor. Stein des Anstoßes sind dabei die unterschiedlichen Einstellungen zur Beschränkung der Zielgruppe einer Werbeanzeige. So sei es laut einer Studie von Pro Publica möglich, Afro-Amerikaner und Hispanics als Zielgruppe auszuschließen, nicht aber weiße US-Amerikaner. (mho)