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Facebook testet automatische Gesichtserkennung

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Das soziale Netzwerk Facebook testet derzeit mit einem geschlossenen Benutzerkreis eine neue Funktion, die den Mitgliedern dabei helfen soll, Freunde auf hochgeladenen Bildern zu markieren (taggen). Das hat Facebook in einem Blog-Posting bekannt gegeben. Die Tag-Vorschläge (tag suggestions) sollen die Zuordnung insbesondere beim Upload größerer Bilderreihen vereinfachen.

Wenn ein Mitglied Bilder hochlädt, versucht Bilderkennungssoftware sie mit anderen Bildern des Mitglieds oder seiner Freunde abzugleichen. Bilder, in denen sie die gleiche Person zu erkennen glaubt, gruppiert sie gemeinsam, sodass der Benutzer sie einfacher in einem Rutsch markieren kann. Wann immer der Facebook-Gesichtserkenner ein Mitglied auf Basis der bereits hochgeladenen Bilder zu erkennen glaubt, schlägt sie den Namen für die Markierung vor. Dem Bearbeiter der Bilderreihe soll auf diese Weise die Arbeit erspart werden, Bild für Bild dieselbe Person anzugeben.

Wie bisher sollen Mitglieder nur sich selbst und Freunde taggen können. Facebook kündigt in dem Blog-Eintrag an, dass es eine eigene Privacy-Option geben wird, mit der Mitglieder die Tag-Vorschläge für sich deaktivieren können. In den USA soll die neue Funktion in den "nächsten Wochen" freigeschaltet werden. Wann sie in Deutschland freigegeben wird, konnte Facebook heise online gegenüber nicht sagen.

Das Markieren der eigenen Person lässt sich in den Facebook-Optionen nicht grundsätzlich abstellen. Allerdings kann man dafür sorgen, dass man nur selbst die Markierungen von sich zu Gesicht bekommt. Die betreffende Option "Fotos und Videos, in denen ich markiert bin", findet sich in den benutzerdefinierten Einstellungen der Privatsphäre-Optionen. Die am 20. Dezember erscheinende Ausgabe 1/2011 der c't enthält einen Schwerpunkt zum Thema Online-Reputationsmanagement mit einer ausführlichen FAQ zu den Facebook-Datenschutzoptionen. (jo)