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Facebook testet kostenpflichtige Gruppen

Facebook testet eine neue Funktion, mit der Gruppen-Admins monatliche Mitgliedsbeiträge kassieren können. Doch sind die Nutzer überhaupt bereit, Geld zu zahlen?

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Facebook

(Bild: dpa, Armin Weigel)

Betreiber von Facebook-Gruppen könnten bald Mitgliedsbeiträge kassieren. Möglich sind Monatsgebühren zwischen 5 und 30 US-Dollar. Zunächst testet Facebook das neue Abo-Modell in den USA mit einer kleinen Anzahl von Gruppen und deren Admins. Das Unternehmen will so herausfinden, wie die "Subscription Groups" bei den Nutzer ankommen.

Außerdem will Facebook die zahlreichen Gruppen-Betreiber besser unterstützen – schließlich investieren sie viel Zeit in die Pflege und Verwaltung ihrer Gemeinschaften. In den "Subscription Groups" lassen sich etwa auch exklusive Inhalte verkaufen. Die Abos sind jederzeit zum Monatsende kündbar.

Für 15 US-Dollar im Monat hilft Sarah Mueller beim Aufräumen und Aussortieren.

Zu den ersten Gruppen, die testweise Gebühren erheben, gehört eine Untergruppe von "Declutter My Home", in der Sarah Mueller Aufräumtipps verrät. "Die Gruppe wurde schnell zu einer aktiven Gemeinschaft, die Zehntausenden von Menschen auf der ganzen Welt hilft, Unordnung in ihren Räumen zu reduzieren", schreibt Facebook. Mit der neuen kostenpflichtigen Gruppe "Organize My Home" probiert Mueller nun die Abo-Funktion aus. Chaoten, die mehr Ordnung wagen wollen, müssen 15 US-Dollar pro Monat investieren. Mitglieder erhalten dafür Checklisten, Aufgaben, Tutorials und Live-Videos.

Facebook behält von dem Geld derzeit nichts ein, sondern erhofft sich stattdessen Feedback, um die Funktion weiter zu verbessern. Das Pilotprojekt soll auch klären, was die Gruppenmitglieder über kostenpflichtige Abos denken. Bislang ist der Zugang zu den Gruppen kostenfrei, weshalb sie sich großer Beliebtheit erfreuen: Rund eine Milliarde Facebook-Nutzer sind in mindestens einer Gruppe dabei. Um Admins zu entlasten, hatte Facebook vor einer Weile schon neue Verwaltungstools eingeführt. (dbe)

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