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Facebook testet künstliche Intelligenz zur Suizid-Prävention

Das soziale Netzwerk will sein Programm zur Suizidprävention verbessern. Dazu wird ein neues System getestet, das automatisch Postings gefährdeter Nutzer erkennen soll.

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Facebook testet künstliche Intelligenz zur Suizid-Prävention

(Bild: Facebook)

Das soziale Netzwerk Facebook testet, ob sich mittels künstlicher Intelligenz Nutzerpostings identifizieren lassen, die auf Suizidgedanken hindeuten. Diese automatische Erkennung könnte dann Teil eines Programms zur Prävention von Selbsttötungen werden, das Facebook seit längerem anbietet. Bislang waren eher Nutzer aufgerufen, andere Nutzer zu melden, wenn sie hinter deren geteilten Inhalten entsprechende Absichten vermuteten.

Was ins Raster der KI fällt, soll dann laut Pressemitteilung aber noch von menschlichen Mitarbeitern geprüft werden. Wenn auch diese Suizidabsichten sehen, werden die Betroffenen kontaktiert, Tipps gegeben und Beratungsstellen als Ansprechpartner genannt. Für Facebook dürfte die Suizid-Prävention nur eine von vielen Anwendungen automatisierter Erkennung sein: Chef Marc Zuckerberg kündigte in seiner vor rund zwei Wochen veröffentlichten Vision für das Unternehmen an, dass man auch etwa auch terroristische Propaganda mit solcher Technik ausfindig machen wolle.

Daneben stellte Facebook auch die neue Möglichkeit vor, suizidgefährdete Nutzer auch über Facebooks Livestreaming-Dienst Live zu melden. Damit reagiert das Netzwerk auf aktuelle Fälle: Erst im Januar hatte etwa eine 14-jährige US-Amerikanerin aus Miami ihren Suizid über Facebook Live gestreamt. Neben der neuen Meldemöglichkeit lassen sich zunächst nur in den USA Beratungsstellen künftig auch per Messenger kontaktieren. (axk)

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