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Facebook und Microsoft informieren ein wenig über NSA-Anfragen

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"Nur ein winziger Bruchteil eines Prozents" seiner Nutzer sei von Datenabfragen der US-Sicherheitsbehörden betroffen, schreibt Facebook in einer aktuellen Stellungnahme zum PRISM-Programm. Nur von 18.000 bis 19.000 der über 1,1 Milliarden Nutzerkonten habe man im zweiten Halbjahr 2012 Informationen weitergegeben. Ähnliche Zahlen veröffentlichte Microsoft: Dort hätten die Behörden im selben Zeitraum 31.000 bis 32.000 Accounts abgefragt, ebenfalls nur "ein winziger Teil" der weltweiten Kunden. Google kritisiert laut einem Bericht von AllThingsD die Art der Veröffentlichung, sekundiert vom Twitter-Chefjuristen Benjamin Lee.

Bislang gebe die US-Regierung nur die summierten Abfragen aller Behörden frei. Dadurch lasse sich nicht nicht einmal unterscheiden, wie viele Nutzerkonten von Strafverfolgungs- und von Sicherheitsbehörden untersucht würden. "Unser Wunsch an die Regierung ist klar: Wir wollen kumulierte, aufgeschlüsselte Zahlen aller nationalen Sicherheitsabfragen veröffentlichen dürfen, einschließlich der im Rahmen von FISA gestellten." Der abschließende Nebensatz deutet darauf hin, dass die jetzt veröffentlichten Zahlen eben diese FISA-Abfragen nicht enthalten könnten.

Microsoft erwähnt diese in seiner Erklärung jedoch ausdrücklich: Die veröffentlichten Daten enthielten gegebenenfalls auch FISA-Abfragen. Allerdings dürfe man wie Facebook nur über das letzte Halbjahr 2012 informieren, müsse alle Anfragen lokaler, bundesstaatlicher und US-weiter Behörden zusammenfassen und dürfe nicht zwischen den einzelnen Microsoft-Diensten differenzieren. "Transparenz allein reicht möglicherweise nicht, das Vertrauen der Öffentlichkeit wiederherzustellen. Aber sie ist ein guter Anfang", schreibt die Firma abschließend. (ck)