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Facebook und Twitter bereiten sich auf US-Wahlen vor

Twitter will die Accounts von Kandidaten zur anstehenden US-Zwischenwahl als solche kennzeichnen und so deutlicher von Fälschungen abgrenzen. Derweil präzisiert Facebook die Vorgaben für Polit-Werbung weiter.

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Facebook und Twitter bereiten sich auf US-Wahlen vor

Ein zusätzlichen Symbol soll die Accounts kennzeichnen.

(Bild: Twitter)

Twitter will die Accounts von Kandidaten für die anstehenden Zwischenwahlen in den Vereinigten Staaten extra kennzeichnen, um falschen Accounts und der Verbreitung von Falschinformationen entgegen zu treten. Das Kennzeichen soll ab dem 30 Mai nicht nur auf den Profilseiten, sondern auch über den Tweets sowie Retweets von Kandidaten für Gouverneursämter, den US-Senat und das US-Repräsentantenhaus zu sehen sein. Damit soll deutlich gemacht werden, welche Accounts tatsächlich von wahlkämpfenden Kandidaten betrieben werden, teilte Twitter diese Woche mit. Immer wieder gibt es auf Twitter Accounts, die echten Profilen täuschend echt sehen, aber für missbräuchliche Zwecke genutzt werden.

Derweil hat Facebook die Kennzeichnungspflicht für politische Werbung auf der eigenen Plattform ausgebaut. Wie die New York Times berichtet, müssen Käufer von eindeutiger Wahlwerbung nachweisen, dass sie aus den USA kommen. Diese Einschränkung gilt auch für Werbung zu kontroversen Themen wie dem Waffenrecht oder Abtreibungen, selbst wenn die Anzeigen nicht explizit für bestimmte Kandidaten werben. Die Identifizierungspflicht gilt schon länger auf Facebook, nun können die Nutzer aber auch mehr dieser Informationen einsehen, wenn sie solche Werbeanzeigen angezeigt bekommen. Werbung mit Bezug zur Zwischenwahl darf nur von Werbetreibenden aus der USA geschaltet werden.

Mit den Einschränkungen reagieren die beiden Portale auf die Enthüllungen um russische Versuche, die US-Präsidentschaftswahl 2016 zu beeinflussen. Vor allem auf Facebook versuchten mutmaßlich staatlich kontrollierte Trolle, Misstrauen gegenüber den Kandidaten und dem politischen System insgesamt zu schüren. Um eine Wiederholung zu verhindern, hatte Facebook seine Regeln für politische Werbung verschärft. Damit werde man zwar nicht alles stoppen, hatte Facebook-Chef Mark Zuckerberg eingeräumt, könne die Versuche aber erschweren.

Weitere Werbeanzeigen aus Russland (22 Bilder)

Viele der Werbungen sollten provozieren, aber gerade auch deswegen...

(mho)

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