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Facebook verkauft Software Oculus Medium an Adobe

Oculus Medium gehört künftig nicht mehr zu Facebook, sondern zu Adobe. Wie teuer der Wechsel von Team und Know-how ist, bleibt unklar.

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Oculus Medium wird Teil der "Adobe-Familie". Facebook hatte die 3D-Software vor drei Jahren auf den Markt gebracht, nun übernimmt Kreativ-Software-Hersteller Adobe. Über die Kosten oder Bedingungen des Deals sind keine Details bekannt geworden.

Beide Unternehmen berichtet auf ihren Blogs aber natürlich von der großen Freude, die mit dem Verkauf beziehungsweise Kauf einhergehe. "Unser Ziel war es, Virtual-Reality-Apps auch außerhalb vom Gaming erlebbar zu machen und Künstlern eine neue Möglichkeit zu geben, sich auszudrücken", heißt es vom Medium-Team bei Facebook, nachdem dies gelungen ist, sei man "aufgeregt, mitzuteilen, dass Medium der Adobe-Familie beitritt."

Und auch Sebastian Deguy von Adobe schreibt, er sei "begeistert, das großartige Medium-Team in der Adobe-Familie begrüßen zu dürfen." Das Team und die Technik seien eine aufregende Bereicherung, da Adobe seine Bemühungen in den Bereichen 3D und Immersion vorantreiben will.

Medium ist eine Art Bildhauerei-Software, die schon bei der Vorstellung einem c't-Kollegen und Besuchern der Oculus-Konferenz Connect beim Ausprobieren mehr Spaß gemacht hat als viele dort gezeigte Spiele-Titel. Zum "Bauen" steuert man Medium mit den Händen – beziehungsweise mit den Controllern in den Händen. Die erstellten Objekte oder Zeichnungen lassen sich in andere Programme exportieren und weiterverarbeiten. 3D-Drucker können sie gegebenenfalls auch in die anfassbare Realität bringen. Auch Google hat ein 3D-Programm, mit dem man in der virtuellen Realität malen und zeichnen kann, Tilt Brush funktioniert auf verschiedenen Ausgabegeräten.

Facebook hat bereits sein eigenes Animationsstudio Oculus Story Studio geschlossen. Die VR-Filme galten zunächst als Wegbereiter einer neuen Kunstform, doch dann wollte man lieber auf externe Anbieter statt Eigenproduktionen setzen. 50 Mitarbeiter sollen entlassen worden sein, allerdings mit Optionen auf andere Jobs bei Facebook. (emw)