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Facebook weist Bericht über manipulierte Nachrichten-Trends zurück

Facebook-Mitgliedern werden laut einem Medienbericht Beiträge mit konservativem Einschlag vorenthalten. Das soziale Netzwerk hat den Vorwurf nun zurückgewiesen.

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In einer Facebook-Niederlassung in Boston, USA

(Bild: Facebook)

Facebook hat den Vorwurf zurückgewiesen, seine Mitarbeiter hätten in den USA Nachrichten-Trends auf der Plattform manipuliert, um Mitgliedern Berichte mit konservativem Einschlag vorzuenthalten. Das Online-Netzwerk habe keine Belege dafür gefunden, schrieb der zuständige Manager Tom Stocky in einem Facebook-Eintrag.

In einem Gizmodo-Bericht erklärten namentlich nicht genannte frühere Mitarbeiter, bei der Überprüfung der News-Trends seien Nachrichten über Politiker wie den einstigen republikanischen Präsidentschafts-Kandidaten Mitt Romney oder Treffen konservativer Gruppen herausgefiltert worden. Dagegen seien Themen wie die Bewegung gegen Rassen-Diskriminierung "Black Lives Matter" künstlich hinzugefügt worden.

Die Funktion "Trending Topics" soll widerspiegeln, welche Ereignisse gerade die Nutzer interessieren und sind zugleich ein wichtiger Kanal, über den Nachrichten sie erreichen. Sie steht derzeit nur in Englisch zur Verfügung, über eine deutsche Fassung ist noch nichts bekannt.

Facebook-Manager Stocky betonte nun, solche Manipulationen seien nach den internen Richtlinien verboten und es gebe technische Barrieren dagegen. Zudem würden die Aktionen der Mitarbeiter aufgezeichnet und kontrolliert. Aufgabe des Teams sei es vor allem, die von einer Software ermittelten Trend-Nachrichten lediglich auf Doppelungen, Fälschungen oder schwache Quellenlage zu prüfen. (anw)