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Facebook weist Vorwürfe von Amnesty International zurück

Facebook wehrt sich gegen einen Bericht von Amnesty International, wonach das Soziale Netzwerk durch seine Marktdominanz systematisch Menschenrechte gefährde.

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(Bild: Wachiwit/Shutterstock.com)

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Facebook hat die Vorwürfe von Amnesty International (AI) zurückgewiesen, mit seinem Geschäftsmodell eine Gefahr für Menschenrechte zu sein. Facebook gebe Menschen die Möglichkeit, sich rund um die Welt mit Schutz der Privatsphäre zu vernetzen, erklärte das Unternehmen am Donnerstag. "Unser Geschäftsmodell sorgt dafür, dass Gruppen wie Amnesty International – das aktuell Werbeanzeigen bei Facebook schaltet – Unterstützer erreichen, Geld einsammeln und ihre Ziele vorantreiben."

Amnesty International hatte in einem Bericht kritisiert, die "Big Tech"-Unternehmen Google und Facebook kontrollierten die wichtigsten Kanäle, über die Milliarden Menschen das Internet nutzten. Zugleich basiere ihr Geschäftsmodell auf "allgegenwärtiger Überwachung" und das gefährde Menschenrechte wie das Recht auf Privatsphäre, die Meinungsfreiheit oder das Recht auf Gleichbehandlung. Google ließ die Vorwürfe am Donnerstag unkommentiert.

Da zu Facebook auch WhatsApp sowie die Fotoplattform Instagram gehören und die Videoplattform Youtube sowie das dominierende Smartphone-System Android Teil von Google sind, wirft Amnesty International den Firmen vor, zu viel Macht über das Privatleben ihrer Nutzer auf sich zu konzentrieren. Amnesty International sieht unter anderem ein Problem darin, dass Menschen für die Nutzung von Facebook- und Google-Diensten den Zugriff auf ihre privaten Daten öffnen müssten.

AI-Generalsekretär Kumi Naidoo erklärte dazu, das Internet sei für viele Menschen essentiell wichtig, um ihre Rechte ausüben zu können. "Doch Milliarden von Menschen haben keine echte Wahl, als diesen öffentlichen Raum unter den Bedingungen zu benutzen, die von Facebook und Google diktiert werden." (Mit Material der dpa) / (siko)