Facebooks Website nun für alle im neuen Design

Das von Facebook im letzten Jahr angekündigte Redesign geht nun online. Damit wird die Website der bereits in der App vorhandenen Designsprache angeglichen.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 35 Beiträge

Nun für alle verfügbar: Facebooks neues Gesicht.

(Bild: Facebook)

Von

Bereits im letzten Mai hatte Facebook auf seiner Entwicklerkonferenz F8 ein neues Design für App und Website angekündigt. Nach der App, die das Unternehmen im Herbst bereits auf die neue Gestaltung umgestellt hat, ist nun die Website dran. Bislang gab es das Design nur als Beta mit einer Warteliste. Statt dem kräftigen Blau dominieren nun Weißräume und Abrundungen das Interface der Website.

Das Design mit den Namen FB5 soll die Gruppen in den Vordergrund von Facebook rücken. Das war schon mit der Umstellung der App das Ziel des Unternehmens und schlug sich auch in den auf Gruppen fokussierten Werbekampagnen des Jahres 2019 nieder. Zudem will Facebook die Such- und Verwaltungsfunktionen verbessert haben. Einen Dark-Mode gibt es nun ebenfalls.

Technisch hat Facebook ebenfalls aufgeräumt. Die Website basiert auf einer komplett neuen Grundlage, erklärte Facebook im Gespräch mit heise online auf der F8 im Jahr 2019. Die Entwickler haben die neue Seite auf Basis von React, Relay und GraphQL entwickelt. Außerdem ist es nun eine echte Single-Page-App. Der alte Seitencode galt als kaum noch wartbar und war eine Belastung für die Clients. Jeder Client musste etwa 500 KByte CSS herunterladen um Facebook.com zu rendern. Mit Atomic Stylesheet können die Entwickler möglichst viel CSS wiederverwenden. Damit die Skalierung der Inhalte besser klappt, verwendet Facebook keine Angaben in Pixeln mehr, sondern die dimensionslose CSS-Einheit rem. Der JavaScript-Code war kaum noch komprimierbar und Code-Splitting nicht möglich.

Mit der Kombination aus React und Relay müssen die Clients nur noch den Code laden, den sie auch gerade wirklich zum Rendern der Seite brauchen. Das führt auch zur Entlastung von leistungsschwachen und alten Clients. Ein weiterer Grund für den Neubau der Website war die mangelhafte Barrierefreiheit. Eigens zur Verbesserung dieser hat das Unternehmen Debugger gebaut, die Entwickler auf Probleme mit der Barrierefreiheit hinweisen. (mls)