Fachkräftemangel bremst Computerbranche

Der Mangel an Fachkräften in der Computer- und Telekommunikationsbranche hat sich trotz der großer Anstrengungen bei der Nachwuchsförderung noch verschärft.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht
Von
  • Christian Persson

In der Computer- und Telekommunikationsbranche wächst trotz Anstrengungen bei der Nachwuchsförderung der Mangel an Fachkräften. Darauf weist der Zentralverband Elektrotechnik und Elektronikindustrie (ZVEI) im Vorfeld der CeBIT 99 hin.

"Ich sehen keine Trendwende. Die Situation wird sich eher noch verschärfen", sagte Karl Heinz Müller, Vorsitzender des ZVEI-Ausschusses für Berufsbildung, der Presseagentur dpa. Europaweit wird die Zahl der offenen Stellen auf mindestens 350.000 geschätzt. In Deutschland sind es etwa 50.000 bis 60.000.

Der ZVEI erwartet, daß die CeBIT in der kommenden Woche in Hannover erneut zu einer gigantischen Jobbörse wird. Dabei gehe es "nicht nur um Informationsveranstaltungen". Neben Hochschulabsolventen seien natürlich auch die Fachkräfte anderer Unternehmen umworben. "Der Markt ist nun mal hart", sagte Müller.

Gravierend sei das Problem der Fort- und Weiterbildung bei den Informationstechnologien. "Die klassischen Strukturen der Weiterbildung helfen nicht weiter. Sie sind überholt, was nur viele noch nicht begriffen haben", sagte Müller. "Gerade in dieser Branche ist lebenslanges Lernen notwendig. Wir brauchen ein System der Fortbildung, das der Schnellebigkeit der Technologien Rechnung trägt und wo die Betroffenen ihr Lernen selbst steuern können." (cp)