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Fachmesse ConHIT im Zeichen der "vernetzten Medizin"

Die Berliner Fachmesse für IT in der Medizin will mit Themen wie "Patient Empowerment" und "eHealth 4.0" weiter wachsen.

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Fachmesse ConHIT im Zeichen der "vernetzten Medizin"

Voriges Jahr sprach Annette Widmann-Mauz, parlamentarische Staatssekretärin aus dem Gesundheitsministerium, zur Eröffnung der ConHIT

(Bild: conhit.de / Archiv)

Vom 19. bis 21. April findet in Berlin die ConHIT statt, nach eigenen Angaben Europas größte Fachmesse für den IT-Einsatz in der Medizin. Die Messe steht unter dem Motto "vernetzte Medizin". Nach schlechten Erfahrungen deutscher Krankenhäuser gibt es erstmals eine "Health Security Area" mit eigener Vortragsreihe. Passend nimmt auch der ConHIT-Kongress mit dem Themenschwerpunkt "IT-Sicherheit im Gesundheitswesen" das Thema unter die Lupe.

Medizin via Smartphone

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Kamen zur letzten ConHIT rund 7500 Besucher, so hoffen die Messe Berlin und der Bundesverband Gesundheits-IT als gemeinsame Veranstalter der Fachmesse auf weiteren Zuwachs. Besonders das App-lastige Thema Medizin via Smartphone soll Anwender und Entwickler anziehen, die nichts mit klassischer Krankenhaus-IT zu tun haben. So soll es erstmals einen "eHealth-Slam" geben, bei dem junge Firmen acht Minuten Zeit haben, ihre Idee einer zeitgemäßen Gesundheitsversorgung zu demonstrieren. Dem "Patient Empowerement", bei dem Apps mit smarten Wearables bzw. Messapparaturen wie dem Trackle zusammenarbeiten, wird eine große Zukunft vorausgesagt.

Auch von dem anstehenden Online-Test der elektronischen Gesundheitskarte im Sommer erwarten die Veranstalter einen Auftrieb. Denn neben dem Test der Online-Aktualisierung von Stammdaten der Versicherten auf den beim Arzt in die Lesegeräte gesteckten Gesundheitskarten steht die sichere Kommunikation zwischen den Ärzten auf dem Programm – als nächster Schritt der Einführung einer umfassenden medizinischen Telematik. So sollen den Fachbesuchern Systeme gezeigt werden, wie Arztbriefe sicher signiert und verschlüsselt verschickt werden können.

E-Akzeptanz der Ärzte soll gefördert werden

Eine Variante dieser Fachkommunikation stellt das Deutsche Gesundheitsnetz mit einem System vor, bei dem der Arzt mit einer einzigen PIN-Eingabe bis zu 254 Arztbriefe signieren kann. Für einen derartigen Service wird jeder elektronische Arztbrief nach dem telematischen Beschleunigungsgesetz des Gesundheitsministeriums ab dem 1. Januar 2017 mit 55 Cent vergütet, um die E-Akzeptanz unter den Ärzten zu fördern.

Erstmals ist neben dem seit jeher mit Rednern vertretenen Bundesgesundheitsministerium auch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie bei der ConHIT dabei. Das BMWi bietet einen Workshop zum Thema "Smart Data im Gesundheitswesen" an, bei dem Anwendungen aus dem Förderprogramm Smart Data vorgestellt werden soll. Dabei stellen sich die "Leuchtturmprojekte" Klinische Datenintelligenz, SAHRA und InnOplan vor. (anw)

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