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Fahrplan für Linux-Distribution Fedora Core 6

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Nach einem Entwicklungszeitraum von neun Monaten für Fedora Core 5 plant das Fedora Project die nächste Version der freien Linux-Distribution in insgesamt sechs Monaten fertig zu stellen. Das kündigte Jeremy Katz, einer der führenden Entwickler von Fedora Core, nach einer Besprechung auf der Konferenz FUDCon in einer Mail an.

Die längere Entwicklungszeit habe im Unterschied zu den fünf bis sieben Monaten bei früheren Veröffentlichungen die Aufnahme von mehr neuen Funktionen ermöglicht, gleichzeitig aber die Fertigstellung der Distribution erschwert. Zudem würde ein Rhythmus von sechs Monaten besser zu verschiedenen anderen Projekten passen, die Fedora integriert. Dazu zählt unter anderem die Desktop-Umgebung GNOME, die in einem strikten Halbjahresrhythmus erscheint. So lässt die für den 20. September geplante Veröffentlichung von Fedora Core 6 noch gerade genug Zeit, um das zwei Wochen vorher erwartete GNOME 2.16 zu integrieren.

Damit gleicht sich der Fedora-Releasezyklus dem von Ubuntu an, das ebenfalls halbjährlich einige Wochen nach neuen GNOME-Versionen erscheint. Suse, das bisher ebenfalls alle sechs Monate erschien, kündigte im März an, die Entwicklungszeit bei Suse 10.2 auf acht Monate auszuweiten.

Unterdessen hat das Fedora Project für Fedora Core 5 die Beta-Version des für Mai geplanten X-Servers Xorg 7.1 bereitgestellt. Die neue Version enthält Quellcode der maßgeblich von Red-Hat-Mitarbeitern entwickelten X-Erweiterung aiglx, die ähnlich wie der von Novell entwickelte X-Server Xgl schicke 3D-Effekte für den Linux-Desktop ermöglicht. (thl)