Fairphone: Mittelklasse-Modell mit Quad-Core und konfliktfreien Rohstoffen

Die Macher des "faireren Smartphones" geben immer wieder neue Informationsbrocken bekannt. Diesmal sind die technischen Daten an der Reihe.

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325 Euro, Android, 4,3-Zoll-Display und zwei SIM-Slots – mehr war bislang nicht bekannt von den Spezifikationen des Fairphone. Nun hat das gleichnamige Amsterdamer Start-Up die Spezifikationen seines Smartphones online gestellt. Dort kann man auch sehen, wie viele Fairphones bislang bestellt wurden – aktuell sind es rund 1300. Wenn 5000 Bestellungen zusammenkommen, soll die Produktion beginnen.

Das Fairphone soll sich durch konfliktfreie Rohstoffe und mehr Transparenz in der Wertschöpfungskette von anderen Smartphones absetzen.

(Bild: Fairphone)

Das Fairphone entpuppt sich als Mittelklasse-Gerät mit einem günstigen Quad-Core-Prozessor von Mediatek mit unbekannter Taktfrequenz. 1 GByte RAM, 16 GByte Speicher und MicroSD-Slot für Karten bis 32 GByte kommen hinzu, weiter gibt es übliche Smartphone-Kost: 4,3-Zoll-Display mit qHD-Auflösung (960 × 540, geschützt von Dragontrail Glass), 8-Megapixel-Kamera auf der Rückseite und 1,3-Megapixel-Kamera auf der Front. Die rückseitige Kamera nimmt Videos in 720p auf und bekommt in dunkler Umgebung Unterstützung durch einen LED-Blitz.

Verbindung zum Netz nimmt es per UMTS/HSPA (7,2/5,7 MBit/s) auf, Details zu WLAN- und Bluetooth-Versionen fehlen noch. Es wiegt 165 Gramm und hat einen mit 0,32 W/kg recht niedrigen SAR-Wert. Der 2000-mAh-Akku ist wechselbar, Angaben zu den Gesprächs- und Standby-Zeiten gibt es nicht. Im Herbst will Fairphone das Gerät ausliefern. Weitere Details nennt die Handy-Galerie auf heise mobil.

Seinem Namen gerecht werden soll es durch die Verwendung von Zinn und Tantal aus kongolesischen Minen, die als konfliktfrei zertifiziert sind. Seit einigen Jahren meiden westliche Abnehmer Rohstoffe aus dieser Region aus Angst vor negativer Presse – darunter leiden jedoch auch die Minen, die nicht in Bürgerkriegsgebieten liegen. Die Fairphone-Macher haben sich bewusst für den Kongo entschieden, um die wirtschaftliche Situation der dortigen Minenarbeiter zu verbessern. Außerdem wollen sie die Arbeitsbedingungen bei ihrem chinesischen Auftragsfertiger A'Hong von einem unabhängigen Gutachter überprüfen lassen.

Siehe dazu den Kommentar im c't-Blog:

Siehe dazu auch:

(ll)