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Fairphone gewinnt größten europäischen Umweltpreis

Zum ersten Mal wird ein Akteur aus der Elektronik-Branche mit dem Deutschen Umweltpreis ausgezeichnet: Fairphone-Gründer Bas van Abel erhält 250.000 Euro und wird von Bundespräsident Joachim Gauck geehrt.

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Fairphone gewinnt größten europäischen Umweltpreis

(Bild: Himsel/DBU )

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Der niederländische Fairphone-Gründer Bas van Abel ist mit dem Deutschen Umweltpreis ausgezeichnet worden. Fairphone habe "für die gesamte Wertschöpfungskette Strategien entwickelt, um die derzeit vorherrschenden Bedingungen zu verbessern“, lobte Heinrich Bottermann, Generalsekretär der preisverleihenden Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU).

"Beim Umgang mit Handys und Smartphones, von denen es mehr auf der Erde gibt als Menschen, brauchen wir dringend einen Wandel", erklärte Bottermann. Er hob die leichte Reparierbarkeit des Fairphone 2 hervor – sowie die Bemühungen, das Smartphone unter möglichst guten Arbeitsbedingungen produzieren zu lassen.

Fairphone 2 im Test (8 Bilder)

Die Rückseite lässt Fairphone absichtlich nicht lackieren, weil der Prozess für die Arbeiter gesundheitsschädlich sein kann. Deshalb sammeln sich auf dem Plastik schnell Kratzer.

Die DBU bezeichnet ihren Preis als "den größten Umweltpreis Europas". Das Preisgeld liegt bei insgesamt 500.000 Euro, Fairphone-Gründer van Abel erhält 250.000 Euro. Die andere Hälfte teilen sich die Wissenschaftlerin Angelika Mettke und der Unternehmer Walter Feeß. Sie wurden für ihre Verdienste bei der Entwicklung von Recycling-Baustoffen ausgezeichnet.

Bundespräsident Joachim Gauck überreicht den Preis am 30. Oktober in Würzburg. Van Abel ist der erste Preisträger aus der Elektronik-Branche. In den vergangenen Jahren wurden unter anderem die Klimaforscher Mojib Latif und Hans Joachim Schellnhuber sowie die Politiker Klaus Töpfer und Michail Gorbatschow geehrt. (cwo)

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