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Fairphone plant zweites Modell mit eigenem Design

Das erste Fairphone kam von der Stange, das zweite wird von Grund auf neu entwickelt – und soll dadurch fairer und umweltfreundlicher werden.

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Das erste Fairphone kam von der Stange, das nächste soll eine Maßanfertigung werden.

Das zweite Fairphone soll von Grund auf neu entwickelt werden: "Wir wagen den Sprung und machen unser eigenes Design", verspricht das niederländische Start-up. Dadurch könne man mehr über die Lieferkette erfahren sowie soziale und ökologische Aspekte beeinflussen.

Beim ersten Fairphone handelt es sich nicht um eine Neuentwicklung, sondern um ein lizensiertes Design des chinesischen Herstellers Guohong. Fairphone konnte daher nur wenige Hardware-Details ändern: unter anderem die verwendete Lötpaste und die Tantalkondensatoren. Mittlerweile wurden über 50.000 Fairphones der ersten Generation verkauft, rund 7000 sind noch zu haben.

Das zweite Modell will Fairphone zusammen mit "Design- und Herstellungs-Partnern" entwickeln. Welche Unternehmen das sind und wie die Arbeitsteilung genau aussieht, ist noch unklar – Details sollen in den nächsten Wochen folgen. Unwahrscheinlich ist, dass Fairphone selbst Hardware-Entwickler einstellt. Vermutlich formuliert das Start-up lediglich Vorgaben für externe Entwickler.

[Update 5.11., 14 Uhr] Auf Nachfrage erklärte Fairphone: "Wir werden unsere internen Entwicklungs-Ressourcen aufstocken. Wir halten die Rechte am Design des Telefons und werden den Entwicklungsprozess bis zur Markteinführung kontrollieren."

Zur Frage, ob das zweite Fairphone ebenfalls bei Guohong vom Band laufen wird, sagte Fairphone: "Wir wollen weiterhin mit unserem bestehenden Produktionspartner zusammenarbeiten. Das wird aber auch davon abhängen, ob das mit unserem selbst entwickelten Smartphone möglich ist. Wir sprechen zurzeit mit unserem Partner, um eine Lösung zu finden.[/Update 5.11.]

Jedenfalls will Fairphone auf "Langlebigkeit, Reparierbarkeit und Recycelbarkeit" achten. Außerdem will man mehr Einfluss auf die Auswahl der Komponenten-Zulieferer haben als beim ersten Modell.

Mitte 2015 sollen Käufer das zweite Fairphone vorbestellen können. Zum geplanten Auslieferungstermin gibt es noch keine Informationen.

Produktion des ersten Fairphones (11 Bilder)

Einer der wichtigsten Fairphone-Bestandteile: Lötpaste aus Zinn, das im Kongo konfliktfrei gefördert wurde. (Bild: Fairphone)

(cwo)

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