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Fairy Lights: 3D-Hologramm zum Anfassen

Mit einem speziellen Laser-Aufbau ist es japanischen Forschern gelungen, 3D-Hologramme zu erzeugen, die in der Luft schweben und beim Berühren haptisches Feedback geben.

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Nutzer können mit den Hologrammen interagieren.

(Bild: Yoichi Ochiai / University of Tsukuba )

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Mit dem Projekt Fairy Lights erzeugen japanische Forscher über einen speziellen Laser-Aufbau schwebende Hologramme, die auf Berührung reagieren. Die dreidimensionalen Bilder sind mit dem aktuellen Versuchsaufbau maximal einen Kubikzentimeter groß und werden durch die Impulse eines Lasers erzeugt. Mit einem Puls im zweistelligen Femtosekunden-Bereich (eine Femtosekunde ist eine Billiardstel Sekunde) ionisiert der Laser die Moleküle im Fokuspunkt und erzeugt damit Plasma. Darüber geben die Luftmoleküle Energie in Form von Lichtpulsen ab, die Fairy Lights dann zu Bildern kombiniert.

Ein ähnliches Konzept zeigte Ende 2014 bereits das japanische Unternehmen Aerial Burton. Der Laser pulsiert hier jedoch im Nanosekunden-Bereich, wodurch die Berührung mit dem Hologramm Verbrennungen auf der Haut verursachen kann. Die Fairy-Lights-Hologramme sind laut den Forschern für die Haut ungefährlich – wenn Sie mit dem Finger berührt werden, leuchtet das Plasma heller. Haptisches Feedback gibt Fairy Lights ebenfalls: Tippt der Nutzer mit der Fingerspitze an das Hologramm, sendet dieses eine kleine Plasma-Druckwelle aus.

Während die Berührung mit der Hand oder den Fingern keine Verletzungen hervorruft, könne Fairy Lights laut den Forschern jedoch Schäden auf der Netzhaut hinterlassen. Beim Aufbau müssten demzufolge entsprechende Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden. Weitere Details zu Fairy Lights wollen die Forscher im Rahmen einer Präsentation auf der Grafik-Konferenz Siggraph vom 9. bis 13. August in Los Angeles bekanntgeben.

(mho)