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Fake-Termine: Spam-Flut bei Google-Kalender

Mails mit Spam-Terminen fluten die Konten von Nutzern des Google-Kalenders. Einen Filter für die automatische Übertragung gibt es nicht.

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Googleplex

(Bild: achinthamb/Shutterstock)

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Zahlreiche Nutzer beklagen derzeit Fake-Termine in ihren Accounts. Darin werden ihnen etwa iPhones versprochen – für die sie natürlich nur dem mitgesendeten Link folgen müssen, der auf dubiose Seiten führt. Googles Kalender kann Termine aus GMail automatisch übertragen. Das ist ein leichtes Einfallstor für Spam.

Die Mails können sogar als Spam erkannt werden, trotzdem übernimmt der Kalender gegebenenfalls die Termine. Das Problem ist schon länger bekannt, derzeit scheint es aber besonders viele Menschen zu treffen, wie mehrere Medien berichten. Auch Redakteure der c't haben solche fragwürdigen Termine im Kalender gefunden.

Alle Termine, die per Mail reinkommen, können automatisch in den Kalender übertragen werden. Man kann die Funktion aber auch deaktivieren. Zur Auswahl steht dann, nur jene Termine zu übertragen, auf die man geantwortet hat, oder der Nutzer muss alles manuell eingeben.

Für Spammer dürfte das Vorgehen äußerst erfolgreich sein. Während Spam-Mails kaum noch Nutzer erreichen, weil sie vorher als solche erkannt werden, tauchen die Termine prominent auf. Dass millionenfach Menschen zu Terminen eingeladen werden, sollte den Algorithmen eigentlich auffallen. Unklar ist, wie schnell Google reagiert beziehungsweise reagieren kann. Bei einer Großstörung des Kalenders, die Nutzer weltweit getroffen hat, kümmerte sich das Unternehmen schleunigst.





[UPDATE 04.09.2019 09.15 Uhr] Google hat in einem Blogpost erklärt, dass sie sich des Problems bewusst sind und an einer Lösung arbeiten. (emw)