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Falschmeldung über Erkrankung von Apple-Chef angeblich von Teenager

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Die Falschmeldung über eine angebliche schwere Herzerkrankung des Apple-Chefs Steve Jobs, die die Aktie des Computer- und iPhone-Herstellers Anfang Oktober auf Achterbahnfahrt geschickt hatte, wurde laut einem Medienbericht ohne finanzielle Absichten von einem Teenager verfasst. US-Sicherheitsbehörden und die Börsenaufsicht SEC untersuchten derzeit die Motive eines 18 Jahre alten jungen Mannes, berichtet die Finanznachrichtenagentur Bloomberg heute. Es gebe derzeit keine Erkenntnisse, dass sich der Junge mit der Falschmeldung habe bereichern wollen, hieß es.

Anfang Oktober hatte die Information auf der Bürgerjournalismus-Site iReport.com des US-Fernsehsenders CNN die Apple-Aktie auf steile Talfahrt geschickt. Der Autor hatte behauptet, Unternehmens-Chef Steve Jobs sei mit Herzproblemen in ein Krankenhaus gebracht worden. Auch ein vielgelesenes Weblog griff dies auf. Nachdem Apple den Bericht dementierte, erholte sich der Kurs wieder.

Die Untersuchungen hätten ergeben, dass der besagte Junge keinerlei finanziellen Vorteil von den Schwankungen der Apple-Aktie gehebt habe, hieß es. Bloomberg beruft sich auf mit der Sache vertraute Personen, die allerdings nicht genannt werden wollten, da der Fall nicht öffentlich sei. Sowohl die Börsenaufsicht SEC als auch Apple wollten den Bericht nicht kommentieren.

Der 53-jährige Jobs war vor einiger Zeit von einer Krebserkrankung an der Bauchspeicheldrüse geheilt worden. Zuletzt hatte ein sichtbarer Gewichtsverlust des charismatischen Apple-Mitbegründers wiederholt Spekulationen ausgelöst, er könne erneut ernsthaft erkrankt sein. Jobs weist eine schwere Erkrankung zurück. Er gilt als die treibende Kraft hinter Apples Erfolgen in den vergangenen Jahren und hat kürzlich erstmal seit einigen Quartalen an der Telefonkonferenz zur Präsentation der Quartalsbilanz teilgenommen. (dpa) / (anw)