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Familienministerin: Gesetzliche Altersgrenze für "Horror-Computerspiele"

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Bundesfamilienministerin Christine Bergmann will eine gesetzlich geregelte Altersgrenze für von ihr als "Horror-Computerspiele" bezeichnete Spiele einführen. In einem Interview mit der Oldenburger Nordwest-Zeitung kündigte Bergmann einen entsprechenden Gesetzentwurf an. Bei Computerspielen, die Gewaltszenen darstellten, müsse eine ähnliche Regelung gefunden werden wie zum Beispiel bei Kinofilmen. "Einige Hersteller machen das bereits auf freiwilliger Basis. Diese Altersempfehlungen sind allerdings für den Handel nicht bindend. Wir planen eine gesetzliche Regelung, die dann für den Markt verbindlich ist", erklärte Bergmann.

Die Ministerin äußerte Besorgnis über die steigende Gewaltbereitschaft bei Kindern und Jugendlichen. Sie forderte die Eltern auf, genau zu prüfen, was für Computerspiele ihre Kinder konsumieren und welche Art Filme sie sehen. "Bei 15-Jährigen wird das schwierig, aber bei Fünf- bis Zehnjährigen muss man das noch kontrollieren können", betonte Bergmann. Diese Überwachung gehöre mit zur Erziehungskompetenz der Eltern. (jk)