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Familienministerin Schwesig gegen Verbot von gewalthaltigen Computerspielen

Familienministerin Manuela Schwesig glaubt nicht, dass ein Verbot von "Killerspielen" dazu führen würde, dass es keine Taten wie den Amoklauf von München mehr geben würde.

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Innenminister de Maizière und Familienministerin Schwesig

Innenminister de Maizière beklagte nach dem Amoklauf von München "das unerträgliche Ausmaß von gewaltverherrlichenden Spielen im Internet". Familienministerin Schwesig zeigt sich etwas nüchterner.

(Bild: BMFSFJ)

Familienministerin Manuela Schwesig (SPD) will gewalthaltige Computerspiele nicht verbieten. Sie sei zwar keine Freundin dieser Spiele, sagte sie der Oldenburger Nordwest-Zeitung. Und leider sei es auch so, dass viele Amoktäter auch exzessiv Spiele wie "Counter-Strike" gespielt haben. "Aber nicht jeder, der diese Art von Spielen spielt, wird auch zum Amokläufer."

Zehn Menschen sind am Freitag in München nach einem Amoklauf gestorben. Der Schütze David S. soll viel Zeit mit Gewaltspielen im Internet verbracht und einer "Counter-Strike"-Clique angehört haben.

Gerne würde sie sehen, dass nach einem Verbot der Spiele solche schrecklichen Taten nicht mehr passieren, sagte Schwesig. "Aber das ist ja leider nicht der Fall. Ein Verbot nur als "politische Beruhigungspille" wäre nicht ehrlich."

Bereits nach den Amokläufen von Erfurt (2002), Emsdetten (2006) und Winnenden (2009) hatten Politik und Gesellschaft über ein Verbot sogenannter "Ego-Shooter" debattiert. 2005 stand die Forderung nach einem Verbot sogar im Koalitionsvertrag.

"Diese Ego-Shooter-Spiele müssen einmal hinterfragt werden", betonte kürzlich der Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Volker Kauder. Bundesinnenminister Thomas de Maizière beklagte "das unerträgliche Ausmaß von gewaltverherrlichenden Spielen im Internet". Dieses habe eine schädliche Wirkung gerade auf die Entwicklung auch junger Menschen. (anw)

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