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Familienministerin will auf Gefahren der Medien für Kinder hinweisen

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Die neue Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) will verstärkt auf Gefahren der Medien für Kinder hinweisen. "Die modernen Medien bieten unglaubliche viele Chancen, sie bergen aber auch Risiken, mit denen wir lernen müssen umzugehen", sagte von der Leyen bei einer Veranstaltung der Initiative "Schau hin! Was Deine Kinder machen" am Donnerstag in Berlin. Demnach verbringen Kinder bis 13 Jahren im Schnitt täglich drei Stunden vor dem Fernseher, der Spielkonsole oder im Internet. Jeder vierte Sechsjährige hat einen eigenen Fernseher im Kinderzimmer.

"Wir wollen den Medienkonsum nicht verteufeln", sagte von der Leyen. "Aber der Umgang damit muss von den Eltern und Kindern gleichermaßen erlernt werden." Zahlreiche Angebote seien nicht für Kinder geeignet. Viele Eltern seien angesichts der Vielfalt der Medien aber verunsichert, welches Computerspiel oder welche Internetseite für ihr Kind richtig ist.

Hier will die 2003 gegründete Initiative "Schau hin!" mit ihrer Internetseite www.schau-hin.info helfen. Sie gibt Eltern konkrete Hinweise und nennt Regeln für den Fernseh- oder Internetkonsum. Außerdem werden Computerspiele, Kinofilme und Fernsehsendungen bewertet und empfohlen. Die Initiative "Schau hin!" ist eine Aktion des Bundesfamilienministeriums. Sie wird unterstützt von den öffentlich- rechtlichen Rundfunkanstalten ARD und ZDF, die in ihren Programmen künftig Spots der Initiative zeigen werden. Prominente Botschafter der Aktion sind die Sängerin Nena und der Musiker DJ Bobo. (dpa) / (jk)