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#FamilyAdminDay - der Tag der fleißigen Technik-Bescherungshelfer

Wir feiern mit dem #FamilyAdminDay die Nerds, die in der Familie mit ihrer technischen Hilfe die IT an Weihnachten (und im sonstigen Jahr) am Laufen halten.

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Familyadminday - Die unzähligen kleinen Bescherungshelfer

(Bild: Ollyy / shutterstock.com)

Inhaltsverzeichnis

Dieses Jahr wird die Geschenkejagd im Weihnachtsgeschäft den Elektronikunternehmen und dem Onlinehandel wieder satte Gewinne einbringen. Dass die Info-Tresen und Hotlines nicht den Supportinfarkt erleiden, liegt an einer ganzen Armada freiwilliger Helferinnen und Helfer: Sie reisen zum Teil quer durch die Republik, sorgen als Familien-Admins dafür, dass die Technik-Geschenke so funktionieren, wie sie es sollen, und retten damit auch schon mal das eine oder andere Weihnachtsfest.

Sie verbinden z. B. die zickende Spielekonsole des Filius mit dem Internet und warten mit Engelsgeduld gigabytegroße Day-One-Patches ab, entlocken Opas neuen Smart-Home-Lautsprecher endlich eine Sprachverbindung oder spielen auf dem neuen Smartphone der Nichte die Daten vom alten Gerät auf. Als Lohn für die ganzen Strapazen sind für sie nur strahlende Kindergesichter und zufriedene Verwandte wichtig.
Stellvertretend für sie alle kommt hier jemand zu Wort. Wir nennen ihn mal Thomas...

Heiligabend.
Durch die Luft kriecht eine feierliche Melange aus Räucherstäbchen, Kerzen, kalten Braten und buntem Teller. Festschmaus und Bescherung sind vorüber.

Meine Frau und ich sitzen auf der Couch. Ich blättere grad im neuen Ratgeber fürs nächste RasPi-Bastelprojekt und Julia studiert das Prospekt des Musicals, welches den beiden Eintrittskarten beilag, die sie sich gewünscht hatte. Wir nehmen uns beide an der Hand und genießen den Moment.
Die Stille wird nur stellenweise unterbrochen durch den kleinen Max, der grade vergnügt
Abenteuer mit seinem neuen Geisterjäger-Mobil erlebt und der großen Tochter Lisa, die an der neuen Konsole einen wohlbekannten italienischen Klempner durch die Level jagt.

Endlich zur Ruhe kommen! Die letzten beiden Tage hatten es schließlich in sich:
Erst den Weihnachtsbaum aussuchen und abholen, dann klingelte noch der Nachbar, weil der neue Router seinen Dienst nicht freiwillig antrat und ich den erst dazu überreden musste.

Später fuhr ich noch mit meinem Bruder los, um ihm beim Kauf eines Laptops zu beraten, den seine Freundin zu Weihnachten kriegen soll – Weihnachten kommt schließlich jedes Jahr so plötzlich! Dann der große Weihnachtseinkauf.

Heute dann noch den Braten abholen und ein paar Kleinigkeiten einkaufen, dann ging es zum Krippenspiel vom kleinen Max. Danach haben wir noch den Baum aufgestellt und geschmückt. Wie letztes Jahr waren wir zudem bei Tante Frieda zum Kaffee eingeladen. Bei der Gelegenheit hab ich mir ihr Smartphone angesehen, welches herumzickte

Akku ist hinüber – schnell online einen neuen bestellt, bevor es dann dann in die Kirche ging. Danach heimkommen. Essen, Bescherung und ... jetzt endlich mal Ruhe! Irgendwie will ich den Moment genießen, aber bekomme schwere Augen...

In diese besinnliche Stimmung platzt ein Anruf. Julia nimmt ihn an:
„Ja ...? Hallo Omi! Schöne Weihnachten! Aber wir hatten doch vorhin schon ... Achso ... Thomas willst Du sprechen? Ich reiche Dich mal weiter.“ Und drückt mir das Telefon in die Hand.

Omi Hilde ist am Apparat. Sie ist ein herzensguter Mensch, mit ihren 73 Jahren noch fit wie ein Turnschuh und auch technisch noch interessiert, wenn man auch manchmal die Sinnhaftigkeit ihrer Messenger-Nachrichten raten muss. Ich hab noch nie einen Menschen erlebt, der die Worterkennung vom Smartphone so hinter die Fichte locken kann.
“Thomas!" sagt sie energisch, "Die Sissi steht!“
“Was? Sissi?“ Ich bin verwirrt.
Dann erzählt sie mir von Ihrem Digital-Reciever. Und ja, ich habe ihn installiert – schließlich wird ja das analoge Kabelfernsehen bald abgeschaltet. Mit der Einrichtung bin ich damit dann quasi einen lebenslangen Wartungsvertrag eingegangen. Allerdings werde ich dafür auch öfters von Ihr bestochen. Ihr Zwiebelkuchen ist ein Gedicht!