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Far Cry 5: Cracker umgehen komplexen Kopierschutz aus Denuvo und VMProtect

Nicht einmal drei Wochen nach dem Marktstart ist auf Tauschbörsen die Vollversion vom PC-Spiel Far Cry 5 inklusive eines Cracks aufgetaucht. Für Publisher und Entwickler Ubisoft ist dies fatal.

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Far Cry 5: Cracker hebeln komplexen Kopierschutz aus Denuvo und VMProtect aus

Far Cry 5

(Bild: Ubisoft)

Der Kopierschutz des PC-Actionspiels Far Cry 5 wurde knapp drei Wochen nach dem Marktstart ausgehebelt. In diversen Tauschbörsen kursiert bereits die rund 43 GByte große, mit Crack-Dateien versehene Vollversion. Das Spiel galt bisher über die neueste Version von Denuvo x64, VMProtect, EAC und den Ubisoft-Dienst uPlay als besonders gut geschützt. Mittlerweile sind sogar schon platzsparende Repacks mit Dateigrößen ab 15,5 GByte im Umlauf.

Für den Publisher und Spielentwickler Ubisoft ist das Auftauchen der gecrackten Version eine verheerende Nachricht. Schließlich wenden Firmen viel Geld für die Implementierung und Lizensierung von Denuvo auf mit dem Ziel, ein Spiel nach dem Marktstart – also der finanziell lukrativsten Zeit – zumindest für einige Monate zu schützen.

Far Cry 5 (12 Bilder)

(Bild: Ubisoft)

Bis ins Jahr 2016 hinein galt Denuvo tatsächlich als der effektivste Kopierschutz, einige Stimmen in der Crackerszene befürchteten sogar das Ende von kopierschutzfreien Spielen. Doch schließlich fanden Cracker – unter anderem mithilfe der kopierschutzfreien Demo des als Vollversion Denuvo-geschützten Spiels Doom einen Weg, den Schutz zu umgehen. Seitdem landeten immer mehr Denuvo-geschützte Spiele inklusive Crack auf illegalen Tauschbörsen – Cracks erschienen etwa für die Spiele Tomb Raider, Deus Ex Mankind Divided, Watchdogs 2, Resident Evil und Assassin's Creed Origins.

Denuvo ist eine Anti-Tamper-Technik, die die Schutzmechanismen von Spiele-Service-Clients wie Steam, Origin oder uPlay absichert. Denuvo implementiert dazu an zufälligen Stellen des Spiele-Programmcodes Prüfabfragen. Bei Assassin's Creed Origins und Far Cry 5 sollte VMProtect wiederum das Reverse-Engineering des Denuvo-Codes verhindern. Denuvo steht auch immer wieder in der Kritik, die Spiel-Performance zu reduzieren – nachweisen ließ sich dies jedoch bis dato nicht.

(mfi)

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